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Namensänderung nicht möglich, wegen Alter?

26.01.2011 11:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich habe eine Frage zu einer Namensänderung.Und zwar: Bin ich selber 19 Jahre alt.Meine Mutter heiratete vor 7 Jahren meinen Stiefvater und nahm dessen zusätzlich Namen an (ebenso meine Schwester,sodass sie nun einen Doppelnamen führt.Für uns war immer klar,dass ich nach Beendigung meiner Schulzeit gerne den Namen meines Stiefvaters annehme und meine Mutter den Doppelname ablegt.Von Seiten der Behörde war dieser Wunsch keine Probleme.Doch jetzt das Erwachen.Ich war nun im für mich zuständigen Landratsamt und wollte diese Namensänderung beantragen.Dort wurde mir jedoch gesagt,dass dies nun nicht mehr Möglich sein aufgrund meines Alters und des nicht wichtigen Grundes.
Jedoch habe ich ein bisschen im Internet gelesen und folgendes gefunden:

30.
(3) Die im Namensrecht zum Ausdruck kommende Funktion des Familiennamens zur einheitlichen Kennzeichnung der Angehörigen einer Familie ist zu beachten. Jedoch gilt dieser Grundsatz uneingeschränkt nur noch für den Ehenamen bei bestehender Ehe und in etwas abgeschwächter Form für die Namensgleichheit zwischen minderjährigen Kindern und ihren Eltern oder dem für ihre Namensführung maßgeblichen Elternteil. Begehren volljährige Familienangehörige aus schutzwürdigen Gründen eine Änderung des Familiennamens, so werden diese Gründe den Gesichtspunkt der einheitlichen Namensführung in der Familie im allgemeinen überwiegen [...]

Nach diesem Text sehe ich doch einen wichtigen Grund für die Namensänderung.Egal ob ich übher 18 bin oder nicht,bin ich dennoch ein Familienmitglied im engeren Sinne und doch auch noch schutzwürdig (wohne Zuhause,gehe Studieren und somit habe ich kein eigenes Einkommen etc.).Jedoch wurde auch mit hIlfe dieses Textes die Namensämderung schon im Vorhinein abgelehnt (auf Grund des Alters).

Nun würde mich gerne interessieren,ob es nicht doch eine Chance gibt den Namen zu ändern (da auch die Stadt genügend Geld dafür erhalten würde),da 1.jeder in der Familie damit einverstanden ist und 2.ich mich jedesmal vor fremden Leuten rechtfertigen will,warum ich nicht so heiße wie mein Stiefvater obwohl er mir ein Zuhause gibt und mich durchfüttert.

Eine Adoption würde ich nicht vornehmen,da ich eig guten Kontakt zu meinem leiblichen Vater habe und es auch für unfair erachte,da er immer (und auch jetzt noch) Unterhalt zahlte.

MfG d.M.

Sehr geehrter Rechtsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Die Namensänderung, die von Ihnen gewünscht wird, richtet sich nach § 1618 BGB . Nach dieser Vorschrift kann können der Elternteil (Mutter), dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte (=Stiefvater), der nicht Elternteil des Kindes ist, dem Kind, das sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung gegenüber dem Standesamt ihren Ehenamen erteilen.

Leider sind diese Voraussetzungen nach Eintritt der Volljährigkeit nicht mehr erfüllt. Sie sind zwar das Kind Ihrer Mutter ein Leben lang. Jedoch meint die Vorschrift, wenn Sie von einem Kind spricht, nur ein minderjähriges Kind.

Des Weiteren kann ein Familienname nach dem Namensänderungsgesetz geändert werden. Dies setzt nach § 3 NamÄndG einen wichtigen Grund voraus.

Denn es gibt ein allgemeines Interesse der Gesellschaft an der Beibehaltung der Nachnamen. Der Grund muss daher von erheblicher Bedeutung sein, um die Änderung des Namens zu rechtfertigen. Lediglich der Wunsch nach „Einheitlichkeit" ist nicht ausreichend. Auch, dass Ihnen der Name Unannehmlichkeiten bereitet und Sie sich rechtfertigen müssen ist nicht ausreichend. Zudem haben Sie auch guten Kontakt zu Ihrem Vater.

Ihre Gründe überwiegen daher leider das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des Namens nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Unklarheiten können Sie gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)

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