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Namensänderung möglich, wenn man keinen Bezug zum Vater hat?


18.03.2006 19:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

ich möchte meinen Nachnamen gerne in den Mädchennamen meiner Mutter ändern lassen. Eine kurze Beschreibung der Familiengeschichte:

Meine Mutter hat sich 2 Monate nach meiner Geburt von meinem Erzeuger scheiden lassen, aufgrund von mehrmaligem Ehebruch sowie krimineller Aktivitäten. Er hat (bis auf ein paar Ausnahmen) nie Unterhalt für mich bezahlt, meine Mutter hat deshalb kontinuierlich rechtliche Schritte eingeleitet - meistens ohne Erfolg, bis auf eine Verhandlung im Jahre 1994 , wo ihm nachgewiesen werden konnte, daß er Geld zur Verfügung hatte und die 150 DM trotzdem nicht an mich bezahlt hatte. Er wurde (auch aufgrund der Vorstrafen) zu einer Bewährungsstrafe mit Auflage der Zahlung des Unterhalts verurteilt. DAs hat er 3 Monate geschafft, dann ist er dafür lieber ins Gefängnis gegangen. Ich habe ihn in meinem Leben 3x gesehen, das dritte Mal bei der Verhandlung. Ich bin z.T bei meinen Großeltern aufgewachsen, die meine Mutter hier immer sehr stark unterstützt haben. Ich kenne niemanden aus der Familie meines Erzeugers, meine Familie war immer nur die meiner Mutter. Nach all den Jahren (dieses Jahr werde ich 30) habe ich für mich diesen Verarbeitungsprozeß überstanden und würde nun gerne auch das letzte Merkmal, seinen Familiennamen, ablegen.

-Wie sehen Sie hier meine Möglichkeiten?
-Wie würden meine Chancen bei einer eventuellen Klage aussehen, wenn ich soweit gehen müßte?


Vielen Dank für Ihr Mühe und baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
ae

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihr Anliegen wie folgt beantworten:

1.

Die Möglichkeit einer Namensänderung folgt in Ihrem Fall aus § 3 NamÄndG und § 12 BGB. Verkürzt formuliert, können Sie Ihren Nachnamen auch jetzt noch ändern lassen, wenn ein wichtiger Grund hierfür vorliegt, so § 3 Abs.1 NamändG.

Die Rechtsprechung hierzu ist zwar nicht ganz einheitlich. Denn anders als nach der früheren Rechtslage genügt es nicht, daß die Änderung des Familiennamens des Kindes aus geschiedener Ehe dessen Wohl nur förderlich ist (so BVerwG, FamRZ 1996, 937). Vielmehr müssen Tatsachen, aus denen sich die Notwendigkeit der Namensänderung ergibt, festgestellt werden (Senatsbeschlüsse vom 09.12.1999, 1 UF 334/98, und vom 07.02.2000, 1 UF 297/99).

Mit Ihrem Bericht dürfte ein aber solcher wichtiger Grund offenbar gegeben sein, da Sie zu Ihrem Vater und „Namensgeber“ ja kaum Kontakt hatten und er sich im übrigen, vorsichtig formuliert, kaum Ihres als Kind annahm.

Sie dürften deswegen das Recht, den Namen der Mutter wieder zu tragen, in Anspruch nehmen dürfen. Einen solchen Antrag sollten Sie baldmöglichst stellen.

2.

Einer gerichtlichen Inanspruchnahme dürfte es, wenn ich die Dinge zutreffend einschätzte, in Ihrem Fall nicht bedürfen, da Sie hier schon außergerichtlich sich mit Ihrem Begehren durchsetzen dürften.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2006 | 20:38

Herzlichen Dank für Ihre positive Antwort. Meine Mutter hat nach der Scheidung Ihren Namen nicht wieder in den Mädchennamen ändern lassen - bleibt es trotzdem bei Ihrer Einschätzung bzw. könnte man das Verfahren positiv beeinflussen, wenn meine Mutter auch wieder Ihren Mädchennamen annehmen würde?

Vielen Dank
ae

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2006 | 20:45

Sehr geehrte Frau E.,

danke für Ihre Nachfrage.

Im Prinzip bleibt es bei meiner Einschätzung hinsichtlich IHRER offensichtlich gegebenen Möglichkeiten auf eine Namensänderung.

Es wäre aber in der Tat positiv – schon weil die Ihnen geschilderten gesetzlichen Voraussetzungen recht unbestimmt sind und keine wirklich einheitliche Rechtsprechung vorliegt- wenn Ihre Mutter parallel anstrebt, wieder ihren Mädchennamen zu führen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Schimpf


ra.schimpf@gmx.de

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