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Namensänderung; ae statt ä?

18.04.2019 15:45 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Namensänderung Ä in AE und Namensänderungsgesetz

Ich habe im Juni 2017 geheiratet im Standesamt in Zinnowitz (Mecklenburg-Vorpommern). Eine Namensänderung fand zu diesem Zeitpunkt statt. Jetzt allerdings möchte ich dieses tun. Mein Mann hat im Nachnamen einen Umlaut mit "ä". Ist es möglich dieses in den Personalausweis auch mit "ae" zu schreiben? Immerhin wäre das ja nicht falsch, da es u.a. in der Steuererklärung auch so richtig ist. Ich habe mich heute beim Einwohnermeldeamt (hier in Bayern) erkundigt und dort wurde mir mitgeteilt, dass ich "aus der Nummer mit der Schreibweise Ä nicht herauskommen würde". Bei meinen Recherche im Internet ist allerdings angegeben, dass dieses möglich ist?!
Mein Mann würde zu diesem Zeitpunkt auch gleich den Namen so ändern wollen.
18.04.2019 | 16:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Frage darf ich Ihnen antworten wie folgt.
Eine Namensänderung ist in Deutschland leider nicht so ohne weiteres möglich. Es gibt ein Namensänderungsgesetz und dazu noch eine Verwaltungsverordnung, so dass alles genauestens geregelt ist. Sie bekommen Ihren Namen nur dann geändert, wenn der derzeitige Name für Sie eine unzumutbare Härte darstellen würde.
Das wird z. B. bejaht, wenn der Name zu Hänseleien oder zu Beleidigungen herausfordert oder wenn damit herabsetzende Verknüpfungen verbunden sind. Einfach nur der Wunsch aus Ä ein AE zu machen, wird hingegen keine Berücksichtigung finden, da nicht ersichtlich ist, dass das ä eine Härte darstellen könnte.
Diese Regeln werden auch von den Verwaltungsgerichten sehr ernst genommen, so dass ich Ihnen leider keine großen Hoffnungen machen kann.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem mit dieser Auskunft behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Ergänzung vom Anwalt 29.04.2019 | 20:42

Sehr geehrter Fragesteller,
ein freundlicher Leser hat mich in der Zwischenzeit darauf aufmerksam gemacht, dass Ihr Problem tatsächlich im deutschen Recht eine Lösung in Ihrem Sinne gefunden hat. Er ist auf folgende Fundstelle unter Wikipedia: Umlaut gestoßen:
Das deutsche Namensrecht (Nr. 38 NamÄndVwV) erkennt darüber hinaus Sonderzeichen im Familiennamen als Grund für eine Namensänderung an (auch eine bloße Änderung der Schreibweise, z. B. von Schröder zu Schroeder, gilt als solche). Am 1. Oktober 1980 stellte das Bundesverwaltungsgericht noch einmal fest, dass die technisch bedingte fehlerhafte Wiedergabe von Sonderzeichen auf elektronischen Systemen ein wichtiger Grund für die Änderung des Familiennamens sein kann (der Kläger wollte die Schreibweise seines Namens von Götz in Goetz ändern, war aber damit zunächst beim Standesamt gescheitert; Aktenzeichen: 7 C 21/78 ).
Da das Bundesverwaltungsgericht so entschieden hat, muss auch das Einwohnermeldeamt in Bayern das akzeptieren.
Es freut mich, dass ich Ihnen auf diese Weise doch noch behilflich sein konnte und sehen Sie mir meine frühere Antwort bitte nach. Ich habe gerade eine Odyssee wegen einer Namensänderung am Verwaltungsgericht Hamburg für eine Mandantin hinter mich gebracht, deshalb ging ich davon aus, dass Ihr Fall genau so schwierig ist. Tatsächlich hat in ihrem Fall das Bundesverwaltungsgericht Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin

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