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Namensänderung - Streichung eines Vornamens


11.04.2007 17:32 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich trage leider zwei Vornamen. Zum Zeitpunkt meiner Geburt war es noch möglich zwischen Vor- und Rufnamen zu unterscheiden. Dies ist m.E. nach heute nicht mehr möglich.

Somit trage ich nun die Namen "Franz Thomas" (Beispiel), mein Rufname ist jedoch Thomas und auch in allen offiziellen Dokumenten so vermerkt. Im früheren Reisepass wurde der Rufname unterstrichen, im Aktuellen ist er aus der maschinenlesbaren Zeile zu ersehen. In meinem Führerschein führe ich nur meinen Rufnamen.

Ich lebe seit mehreren Jahren im Ausland. Hier ist diese deutsche Unterscheidung zwischen Vorname/n und Rufname unbekannt, weswegen ich in allen Dokumenten mit beiden Namen geführt werde. Der Umgang mit beiden Namen ist somit außerordentlich umständlich und lästig. Das Problem ging sogar soweit, dass mir das Deutsche Generalkonsulat meinen Reisepass falsch ausstellte und Franz als meinen Haupt-Vornamen eingetragen hatte. Dies wurde zwischenzeitlich korrigiert.

Des weiteren ist mein 1. Vorname (Franz) auch der Name meines Vater, zu dem ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe. Alleine die Tatsache, dass ich seinen Vornamen führe, empfinde ich als störend.

Im Allgemeinen eine für mich unschöne und lästige Situation.

Daher hätte ich Interesse das "Franz" komplett streichen zu lassen, oder zumindest meinen Vornamen in "Thomas Franz" ändern zu lassen.

Welche Möglichkeiten und Chancen sehen Sie hier?
Im Falle einer Namensänderung:
Ist eine anwaltliche Vertretung sinnvoll bzw. empfehlenswert?
Da ich meinen Wohnsitz im Ausland habe, welche Behörde wäre für mich zuständig?


Vielen Dank!
11.04.2007 | 18:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Namensänderungen sind für Deutsche Staatsangehörige nach den §§ 1 ff. NamÄndG (Namensänderungsgesetz) möglich.

Grundsätzlich ist für die Änderung des Vornamens ein wichtiger Grund erforderlich. Ob dieser gegeben ist, ist immer im Einzelfall zu prüfen, wobei bei der Änderung des Vornamens geringere Anforderungen an den wichtigen Grund gestellt werden, als beim Familiennamen. Generelle Aussagen kann man hierzu aufgrund der Vielzahl der möglichen Beweggründe allerdings nicht machen.

Als wichtiger Grund ist jedoch anerkannt, dass ein Vorname als Hauptvorname geändert werden kann, wenn der Antragsteller diesen schon seit Jahren in dieser Form führt und sich mit ihm identifiziert. Dies scheint mir bei Ihnen der Fall zu sein. Sie möchten - so verstehe ich Sie recht - jedenfalls auch mit dem Vornamen bezeichnet werden, mit dem Sie auch seit Jahren üblicherweise auftreten.

Dies kann einen wichtigen Grund für eine Änderung darstellen. Eine namensmäßige Distanzierung zu Ihrem Vater kann auch ein wichtiger Grund sein. Hier müssten Sie aus meiner Sicht jedoch näher darlegen, aus welchen Gründen eine Distanzierung geboten ist.

Das Namensänderungsgesetz gilt grundsätzlich nur für Deutsche mit Wohnsitz im Inland (§ 1 NamÄndG). Im Inland wären für eine Änderung die Standesämter zuständig. Für im Ausland lebende Deutsche sind die Botschaften zuständig. Ich empfehle Ihnen daher einen Antrag bei der für Sie zuständigen Deutschen Botschaft zu stellen. Es sind für eine Namensänderung umfangreiche Unterlagen vorzulegen, neben Geburts- und Heiratsurkunden unter anderem auch ein Führungszeugnis. Die Namensänderung ist gebührenpflichtig.


Mit freundlichen Grüßen

Eckart Johlige, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2007 | 18:34

Sehr geehrter Herr Johlige,

vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist richtig, dass ich meinen Rufnamen als einzigen Vornamen führen möchte. Verstehe ich Sie richtig, dass Sie aufgrund meiner vorangegangenen Schilderungen sehr gute Erfolgsaussichten sehen?

Muss die Änderung von mir persönlich beantragt werden, oder kann ich hiermit auch einen deutschen RA beauftragen?




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2007 | 18:48

Ich sehe zumindest realistische Erfolgsaussichten. Da der Behörde hier ein recht freies Ermessen eröffnet ist, kann dies natürlich auch mal "nicht" klappen. Es hängt letztlich davon ab, wie umfassend Sie ihre Änderungswünsche darlegen.

Der Antrag muss von Ihnen persönlich gestellt werden. Eine Rechtsvertretung ist im allgemeinen nicht erforderlich, dürfte aber spätestens im Falle einer Zurückweisung ratsam sein. Da für etwaige Klagen gegen einen abweisenden Bescheid der Botschaft das Verwaltungsgericht Berlin zuständig wäre, können Sie sich in solchen Fällen auch an unsere Kanzlei wenden.

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