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Namensänderung Kind - Wichtiger Grund


| 25.07.2014 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Änderung des Familiennamens des Kindes nach einer Scheidung nur unter besonderen Voraussetzungen - wichtiger GRund- möglich.


Mein Mann will sich von mir scheiden lassen. Wir haben zusammen ein einjähriges eheliches Kind. Er ist Asiat und hat dementsprechend einen asiatischen Nachnamen. Bei der Hochzeit nahm ich diesen an. Mein Mann will sich nun scheiden lassen und in eine 200 km entfernte Stadt ziehen, wodurch er unseren Sohn nur noch an den Wochenenden sehen könnte, was er aber auch gerne tun würde. Momentan ist er allerdings für unbestimmte Zeit (vermutlich drei bis vier Monate) nach Asien verreist.

Wir wohnen im ländlichen Raum wo ich unseren Nachnamen regelmäßig buchstabieren muss, weil ihn sonst niemand schreiben kann. Einmal wurde ich auch schon deswegen Zielscheibe von Diskriminierung am Telefon, wo man mich für eine Ausländerin hielt, dabei bin ich gebürtige (auch optisch) Deutsche (und natürlich halte ich auch eine Diskriminierung "echter" Ausländer moralisch für falsch).

Um es kurz zu machen: Ich möchte im Scheidungsfall gerne meinen Mädchennamen zurück und würde auch den Namen meines Sohnes gerne ändern lassen. Er ist ohnehin noch so klein, dass er seinen Nachnamen nicht kennt und das deshalb gar nicht merken würde. Auch wird er in Zukunft in meinem Haushalt wohnen bleiben und seinen Vater zwar hoffentlich ab Winter wieder regelmäßig aber nicht täglich sehen. Ich habe mit meinem Mann zwar noch nicht über die Namensänderung gesprochen, d.h. ein wenig Hoffnung auf Zustimmung seinerseits besteht, insgesamt vermute ich allerdings, dass er der Namensänderung seines Sohnes nicht zustimmen wird. Wäre es in diesem Fall möglich bzw. wie groß wären meine Chance, den Nachnamen meines Kindes ändern zu lassen, weil es sich dabei um einen offensichtlich ausländischen Namen handelt und mein Kind sowieso noch zu jung ist, um die Namensänderung zu bemerken?

Vielen Dank und freundliche Grüße ~~
25.07.2014 | 13:55

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Was die Möglichkeit der Namensänderung Ihres Kindes nach einer Scheidung anbelangt, so kann ich Ihnen nicht allzu große Hoffnung machen . Das Namensänderungsgesetz sieht eine solche Namensänderung nicht vor.

Für eine ausnahmsweise Namensänderung ist das Vorliegen eines wichtigen Grundes vonnöten, § 3 NamÄndG.

Dieser wichtige Grund liegt nicht schon dann vor, wenn die Mutter einen anderen Nachnamen hat als das Kind. Auch ein ausländischer Nachname ist nach dem Namensänderungsgesetz kein Grund für eine Namensänderung.

Hinzu kommt, dass aufgrund des Familiennamens eine Bindung zum weiteren Elternteil besteht. Diese Bindung soll grundsätzlich beibehalten werden.

Voraussetzung ist vielmehr, dass dem Kind ohne eine Namensänderung schwerwiegende Nachteile Kind drohen. Das ist hier aufgrund Ihrer Schilderungen noch nicht zu sehen.

Insofern wird ein Antrag auf Durchführung einer Namensänderung erfolglos bleiben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 26.07.2014 | 21:35

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Sie sind nun davon ausgegangen, dass der Kindsvater der Namensänderung nicht zustimmt. Was wäre denn, wenn er doch zustimmt? Würde das die Rechtslage ändern? Außerdem haben Sie geschrieben, dass die Bindung des Vaters zum Kind grundsätzlich bestehen bleiben wird. Was wäre denn, wenn der Vater im Ausland bleibt und seinen Sohn sowieso nie sieht?

Vielen Dank und viele Grüße ~~

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.07.2014 | 10:13

Sehr geehrte Ratsuchende,
Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.

Ob der Vater seine Zustimmung geben würde, ändert zunächst nichts an den Regelungen des NamÄndG.

Allerdings könnte es tatsächlich etwas ändern, wenn der Vater im Ausland bleiben sollte. Dann müsste man darauf abstellen, dass dem Kind schwere Nachteile drohen würden, wenn es zwar bei der Mutter lebt, den Vater nie sieht/ keine Beziehung (mehr) zu diesem hat, dennoch aber seinen Failiennamen tragen muss.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 30.07.2014 | 09:04


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