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Namensänderung Geburtsname

15. August 2022 18:47 |
Preis: 60,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um Erwachsenenadoption zweck Namensänderung oder einen wichtigen Grund für eine Namensänderung nach dem Namensänderungsgesetz.

Hallo,

wir haben folgenden Fall:

Mein Partner möchte gerne seinen Geburtsnamen wieder. Er wurde ehelich in Amerika geboren (Vater Amerikaner, Mutter Deutsche). Seine Mutter trennte sich und reiste zusammen mit den Kinder nach Deutschland zurück. Es folgte die Scheidung seiner Eltern.
Die Mutter heiratete erneut und alle Kinder bekamen den Namen des Stiefvaters. Durch die Namensänderung/Einbenennung wurde sein Geburtsname aus dem deutschen Register gelöscht. Nach kurzer Ehe wurde auch hier die Scheidung eingereicht.
Es bestand und besteht kein Verhältnis zum Ex-Stiefvater, da einiges vorgefallen ist.
Nun möchte er gerne seinen eigentlichen Geburtsnamen wieder um diesen an unser Kind geben zu können. Der Antrag wurde eingereicht, aber der Sachbearbeiter verlangt ein psychologisches Gutachten, was sehr schwierig zu bekommen ist, da es kaum Stellen gibt, die ein solches Gutachten mit diesem Schwerpunkt erstellen und auch keine Kapazitäten vorhanden sind. Zudem möchte mein Partner ungern das Erlebte wieder hochholen, da es ziemlich derbe Sachen waren, welche ihn bis heute noch belasten und eine aktive Verarbeitung nie stattgefunden hat.
Nur ohne dieses Gutachten wird er den Namen wohl nie ändern können oder?

Jetzt hatte ich mir überlegt, wie es ist, wenn er im erwachsenen Alter von seinem in den USA lebenden Vater adoptiert wird. Ist das überhaupt möglich? Oder kann dies ggfs ein Onkel machen? Und wenn ja, wie ist da der Ablauf? An wen muss man sich wenden?

Einsatz editiert am 16.08.2022 09:29:57

16. August 2022 | 21:33

Antwort

von


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Gerne zu Ihren Fragen:

Den verworrenen Umständen entsprechend, explizit auch der Namensänderung/Einbenennung nach den §§ 1616 ff BGB und bei Vermeidung eines Sachverständigengutachtens sehe ich gleichwohl die Adoption nicht als das Mittel der Wahl, denn die Annahme muss nach dt. Recht sittlich gerechtfertigt sein. Allein der Zweck der Namensänderung - der spezialgesetzlich eben im Namensänderungsgesetz geregelt ist, hat da systematischen Vorrang.

Nach dem VG Bayreuth (1. Kammer), Gerichtsbescheid vom 30.05.2016 - B 1 K 16.219 wäre z.B. ein wichtiger Grund für eine Namensänderung (§ 3 Abs. 1 NÄG), wenn eine Änderung des Familiennamens erforderlich ist, um einem nach der Ermordung seiner Mutter durch seinen Vater schwer traumatisierten Kind die Bewältigung der Geschehnisse und die Integration in die Pflegefamilie, die denselben Familiennamen führt, zu erleichtern.

Nach dem Leitsatz 2. käme dann sogar der sozialen Ordnungsfunktion des bisherigen Namens des Kindes wegen seines Alters keine große Bedeutung zu. Das Interesse des Kindes an der Namensänderung überwiegt auch das Interesse des wegen Mordes zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilten Vaters, der nach Verbüßung der Haft abgeschoben werden soll, so dass eine Bindung zu seiner Tochter in Zukunft nicht zu erwarten ist.

Ob in Ihrem geschildertem Fall das Verhältnis zum Ex-Stiefvater, "da einiges vorgefallen ist" so sehr belastet ist, wie etwa annähernd vergleichbar mit dem o.g Gerichtsbescheid, vermag ich mangels näherer Angaben Ihrerseits nicht zu bewerten. An der Kapazitätsfrage der Sachverständigen sollte es aber nicht scheitern dürfen; zumindest kann damit nicht die eingangs erwähnte Frage der sittlichen Rechtfertigung der Adoption ausgehebelt werden.

Fordern Sie vom Sachbearbeiter verbindliche Nachweise zu den Kapazitäten geeigneter Sachverständiger und dem Fortgang der Angelegenheit, notfalls auch per anwaltlicher Akteneinsicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

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