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Namensänderung, weil Ehemann verstorben ist?


12.04.2006 23:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe meinen leider inzwischen verstorbenen Ehemann geheiratet als mein Sohn fast zwei Jahre alt war. Er war nicht der Vater des Kindes und wir haben uns aber dann entschieden, dass er unseren gemeinsamen Ehenamen annehmen soll. Der Sohn hat erst im Alter von 18 Jahren erfahren, dass mein Mann nicht der biologische Vater war. (Wir haben immer gedacht es sei nicht der richtige Zeitpunkt es ihm zu sagen, bis es eben zu spät war und er es durch Zufall erfuhr. Ich habe jetzt gehört, dass ich sogar den Mädchennamen wieder annehmen könnte, kann auch mein Sohn wieder den Geburtsnamen bekommen? Es wäre uns einfach emotional wichtig, da der Name in unserer Familie fast ausstirbt, es lebt leider nur noch mein 86jähriger Vater, mein Bruder verstarb auch vor kurzem. Mein Sohn will im Juni heiraten und sie bekommen im Juli ein Baby. Es wäre schön, den alten Namen zu erhalten.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für Ihre Anfrage.

Die Möglichkeit einer Namensänderung folgt ggfls. aus § 3 NamensÄndG und § 12 BGB. Verkürzt formuliert, kann Ihr Sohn seinen Nachnamen auch jetzt noch ändern lassen, wenn, aber auch nur wenn ein wichtiger Grund hierfür vorliegt, so § 3 Abs.1 NamensÄndG.

Allerdings kann ich Ihnen mit der hierzu ergangenen Rechtsprechung nicht viel Hoffnung machen. Denn es müssen plausible Tatsachen, aus denen sich die Notwendigkeit der Namensänderung ergibt, festgestellt werden (Senatsbeschlüsse vom 09.12.1999, 1 UF 334/98, und vom 07.02.2000, 1 UF 297/99). M.a.W.: Ein in diesem Sinne wichtiger Grund liegt vor, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers an der Namensänderung überwiegt gegenüber den etwa entgegenstehenden schutzwürdigen Interessen anderer Beteiligter und den in den gesetzlichen Bestimmungen zum Ausdruck kommenden Grundsätzen der Namensführung, zu denen auch die soziale Ordnungsfunktion des Namens und das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des überkommenen Namens gehören. Es gilt also das eher enge Prinzip der Namenskontinuität.

Die von Ihnen geschilderten Beweggründe sind sicherlich akzeptabel und nachvollziehbar. Mit der geltenden Rechtslage habe ich aber Zweifel, ob Ihr erwachsener Sohn –im Gegensatz zu Ihnen, siehe § 1355 V S.1 BGB- damit durchzudringen vermag.

Ansprechpartner wäre im übrigen m.W. das für den Wohnsitz Ihres Sohnes zuständige Standesamt. Meines Wissens ist die Praxis der Standesämter trotz der eigentlichen klaren gesetzlichen Vorgabe eher uneinheitlich – einen Versuch ist es also allemal wert.

Es tut mir leid, Ihnen keine bessere Auskunft übermitteln zu können.

Mit freundlichen Grüssen,


Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2006 | 17:59

Sehr geehrter Herr Dr. Schimpf, vielen Dank für die promte Antwort. Ich habe es schon so befürchtet, aber es ist gut, die Antwort fachlich fundiert zu erhalten und damit wirklich ganz genau zu wissen, wie es sich verhält. Wir werden einen Versuch wagen und bei unserem zuständigen Standesamt nachfragen und damit haben wir dann alles getan, was möglich ist. Wenn es nicht geht, dann hat es leider nicht sein sollen...
Mit freundlichen Grüßen und herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2006 | 18:05

Sehr geehrte Frau S.,

danke für die positive Resonanz. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg - einen Versuch ist es ja allemal wert.

Frohe Ostern und freundliche Grüsse,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -
ra.schimpf@gmx.de

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