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Name nach Scheidung behalten und an neuen Partner weitergeben

30.06.2020 11:01 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

ich war mit meinem Mann 12 Jahre verheiratet. Er hat bei Eheschließung meinen Namen angenommen. Nun haben wir uns vor 2 Jahren einvernehmlich getrennt und wollen uns nun auch einvernehmlich Scheiden lassen. Er ist bereits erneut verlobt...
Dass ich nicht verlangen kann, dass er meinen Namen abgibt ist mir bekannt und das möchte ich auch gar nicht, aber kann ich verlangen, dass seine neue Frau meinen Namen nicht annehmen darf? Das ist nämlich so geplant und ich bin damit überhaupt nicht glücklich, geschweige denn einverstanden.

Vielen Dank vorab
30.06.2020 | 12:16

Antwort

von



Rickertstr. 38
66386 St. Ingbert
Tel: 06894/92200
Web: http://www.rechtsanwaelte-kerstgens.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist nachvollziehbar, dass Sie nicht möchten, dass Ihr Nachname an die neue Ehefrau Ihres zukünftigen Ex-Ehegatten weitergegeben wird und bei Wiederheirat dieser als deren Familiennamen gewählt wird.

Leider haben Sie diesbezüglich keinerlei rechtliche Handhabe.

Dies hat insbesondere das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil bereits im Jahre 2004 klargestellt (BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 18. Februar 2004- 1 BvR 193/97 -, Rn. 1-51). Danach verstieß die bis zu diesem Zeitpunkt geltende Regelung, die vorsah, dass ein Ehepartner nach der Scheidung den Ehename zwar behalten, ihn aber nicht in einer neuen Ehe zum Ehenamen bestimmen durfte, gegen das durch das Grundgesetzt nach Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG geschützte Namensrecht. Dieses Recht schützt dabei den Namen eines Menschen als Ausdruck seiner Identität und Individualität.

Das Urteil des BVerfG führte danach zu einer Gesetzesänderung. Nach § 1355 Abs. 2 BGB ist nunmehr auch gesetzlich normiert, dass die Ehegatten zum Ehenamen durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens geführten Namen eines Ehegatten bestimmen können. Dieser Wortlaut schließt also nunmehr ein, dass geschiedene Ehepartner bei einer Wiederheirat auch den Namen des Ex-Ehegatten auf den neuen Ehepartner übertragen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Patricia Breidenbach
-Rechtsanwältin-


Rechtsanwältin Patricia Breidenbach

ANTWORT VON


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