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Nächtliche Ruhestörung - in 2012 saniertes Fachwerkhaus

| 26.05.2022 14:05 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


17:52

Wir wohnen zur Miete in einem 5-Familienhaus. Über und auch unter uns wohnt jeweils eine Mietpartei. Unser Obermieter wohnt seit 3 Monaten hier und hat einen sehr lauten Fußtritt - er läuft barfuß und stampft stark mit dem Fuß (Ferse).
Tagsüber ist dies auszuhalten, da es weitere Nebengeräusche wie Straßenverkehr und andere hinnehmbare Geräusche anderer Anwohner gibt.
Vor allem in der Zeit zwischen 22:00 und 06:00 Uhr morgens (Nachtruhe) sind die Laufgeräusche ständig hörbar. Ein Stampfen und Hin- und Hergehen durch alle Räume sind die Regel. Teilweise wird telefoniert und auch dies ist dumpf hörbar. Es wurden mehrere freundliche Gespräche mit dem Mieter geführt. Hier wurde ihm von uns angeboten, sich die Sache mal in unserer Wohnung anzuhören. Er wollte dies aber nicht tun. Der Obermieter ist sich keiner Schuld bewusst und möchte auch nichts an seinem Verhalten ändern.
Verschiedene Zeugen (Gäste, Nachbarn, Freunde) empfinden dieses Stampfen ebenfalls störend.
Ein Lärmprotokoll wurde bereits von mir gefertigt. Ebenso wurden die Schallgeräusche mit einer App gemessen. Wenn es ruhig im Raum ist, beträgt der Schall/Lautstärke zwischen 20 und 25 dB. Zusammen mit immer wiederkehrenden Laufgeräuschen sind es zwischen 35 und 45 dB (wahrnehmbar als mindestens doppelt so laut).

Nun meine Frage: Was kann ich noch tun, um auch mal wieder nachts schlafen zu können ohne ständig von Trittgeräuschen meines Obermieters geweckt zu werden?
Sicher steht auch ein Gespräch mit dem Vermieter an - hierfür will ich gut vorbereitet sein. Mit einer möglichen Mietminderung wäre mir nicht geholfen. Ich würde gerne ein Einsehen beim oben wohnenden Mieter erwirken. Vermutlich ist auch die Trittschalldämmung im Haus nicht ideal.

Ansonsten ist es sehr ruhig in unserem Haus (kein Schreien, keine laute Musik). Alle halten sich an die Hausordnung und wir pflegen ein friedliches Miteinander. Nur die besagte Person eben (mehr oder weniger) nicht.
Ausziehen möchte ich auch nicht aus der Wohnung. Denn wir wohnen selbst erst seit 5 Monaten hier und die Mietmarkt ist recht angespannt

26.05.2022 | 15:02

Antwort

von


(1096)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie sollten auf jeden Fall weiterhin das Lärmprotokoll führen.

Allerdings kann ich Ihnen auch nur dazu raten den Vermieter zur Beseitigung aufzufordern und so lange auch die Miete zumindest unter Vorbehalt zu zahlen. Das ist einfach das einzige Druckmittel, was Ihnen zur Verfügung steht.

In Ihrem Fall könnte es möglich sein, dass Sie einen Anspruch darauf haben, dass die Trittschalldämmung ausgetauscht wird, wenn diese in der aktuellen Variante nicht dem entspricht was zum Zeitpunkt der Sanierung erforderlich gewesen wäre.

Allerdings erlaube ich mir den Hinweis, dass natürlich der Nachbar grundsätzlich auch nachts durch die Wohnung kaufen und nachts telefonieren darf. Man müsste als wirklich durch das Lärmprotokoll und die Art der Störung nachweisen, dass man besonders stark tangiert ist durch das Verhalten.

Die Grenzwerte für eine Lärmbelästigung sind in Ihrem Fall auch gerade so erreicht, das könnte ebenfalls verhindern, dass Sie sich erfolgreich zur Wehr setzen können.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwältin-


Rückfrage vom Fragesteller 26.05.2022 | 17:17

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Soweit habe ich mir das auch schon gedacht. Die Grenzen sind hier recht weitgehend gehalten - doch ein ständiges hin- und herlaufen mitten in der Nacht muss ja nicht unbedingt sein, zumal der Obermieter weiß, dass es uns stört. Aber das Opfer hat es oftmals schwieriger las der Täter.
Nun unsere Nachfrage:
Wo genau liegen die Grenzwerte für eine Lärmbelästigung im Falle der Nachtruhe (22:00 - 06:00 Uhr)?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.05.2022 | 17:52

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne nehme ich noch ergänzend Stellung:

Es dürfen maximal 35 bis 45 Dezibel sein. Allerdings ist eine normale Nutzung der Wohnung immer erlaubt. Also telefonieren oder Duschen ist nicht verboten, nur weil es nach 22 Uhr ist.

Deshalb kommt es in Ihrem Fall vor allem darauf an, ob dem Vermieter ein Umbau zuzumuten ist.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwältin-

Bewertung des Fragestellers 26.05.2022 | 17:20

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.05.2022
4,8/5,0

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ANTWORT VON

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