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Nachzug von ausländischen Eltern von EU Bürger

| 10.02.2018 16:00 |
Preis: 60,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Ich bin ein albanischer Staatsangehörige, meine Frau besitzt die griechische Staatsangehörigkeit. Wir sind beide Ärzte und verdienen relativ gut, Wohnraum haben wir auch genügend zur Verfügung.
Ich würde gerne meine beide Eltern, mein Vater ist 65, meine Mutter 58 nach Deutschland nachholen.
Ich weiß dass normalerweise dass nur bei Härtefall möglich ist (Härtefall, §36 Abs. 2 AufenthG).
Da aber meine Frau EU-Bürgerin ist und als beschäftigte freizügigkeitsberechtigt ist, wollen wir (Freizügigkeitsgesetz/EU - FreizügG/EU) ausüben, also Ihre Schwiegereltern nachholen.
Wäre es in dem Fall notwendig dass meine Eltern über ausreichenden Krankenversicherungschutz verfügen? Wenn ich es richtig verstehe dienst dass nur für Nichterwerbsstätige. Wie wären die in diesem Fall krankenversichert und wer würde die Kosten übernehmen? Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig, an sich geht es nur bei einem besondere Härtefall, aber Ausnahmen lässt das Freizügigkeitsgesetz zu.

Familienangehörige von Unionsbürgern haben das Recht auf Einreise und Aufenthalt nach § 2 Abs. 1 bezüglich eines EU-Landes, wenn sie den Unionsbürger begleiten oder ihm nachziehen.

§ 4 Nicht erwerbstätige Freizügigkeitsberechtigte
"Nicht erwerbstätige Unionsbürger und ihre Familienangehörigen, die den Unionsbürger begleiten oder ihm nachziehen, haben das Recht nach § 2 Abs. 1, wenn sie über ausreichenden Krankenversicherungsschutz und ausreichende Existenzmittel verfügen. [...]."

Das gilt auch für nicht erwerbstätige Familienangehörige und alle anderen Ausländer.

Ist der Ausländer in einer gesetzlichen Krankenversicherung krankenversichert, hat er ausreichenden Krankenversicherungsschutz.

Nicht-EU-Bürger ohne Beschäftigung können leider nicht gesetzlich krankenversichert werden.
Allein in Ausnahmefällen kann nach zwölf Monaten die Aufnahme in eine deutsche Krankenkasse erfolgen. In den meisten Fällen müssen Ausländer aus Nicht-EU-Staaten aber eine private Krankenversicherung wählen.

Sie können auch finanziell Ihre Eltern dabei unterstützen und die Beiträge zahlen. Man kann einen Mindesttarif wählen, für den die grundsätzlich gleichen Leistungen wie bei den gesetzlichen Krankenkassen gelten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2018 | 09:55

Vielen Dank für Ihre Antwort. Was wäre der Mindestbeitrag für eine private Krankenversicherung in sollchen Fälle? Unter welche Bedienungen könnte man zu einer ges. Krankenversicherung dann wechseln?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2018 | 10:44

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Das ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich, da bemühen Sie am besten einen Vergleichsrechner im Internet, was die privaten Krankenversicherung anbelangt, zumal es auch davon abhängt, welches Schutzpaket man versichert haben möchte, also mit welchem Inhalt und Umfang.

Hinsichtlich der Bedingungen einer gesetzlichen Krankenversicherung bestehen wie gesagt nur Ausnahmen, was leider aber nicht mehr im Rahmen dieser Anfrage geklärt werden kann. Sie können gerne eine Direktanfrage an mich stellen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 14.02.2018 | 12:55

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