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Nachzug der volljährigen Tochter


27.06.2006 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Hallo,

folgender Sachverhalt. Meine von mir geschiedene Frau ist Philippinin. Ich bin Deutscher. Wir haben zwei Kinder. Mein Sohn ist in Deutschland geboren und hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Meine leibliche Tochter aber ist in den Philippinen geboren, hat die philippinische Staatsangehörigkeit und ist jetzt 20 Jahre alt. Nachdem wir 15 Jahre lang in den Philippinen gelebt haben sind wir 2003 zurück nach Deutschland gezogen. Meine Tochter ist in den Philippinen zurück geblieben, da sie dort studierte. Wir wollen sie aber jetzt nach Deutschland holen. Können wir das? Was haben wir hier für Möglichkeiten?

Mit freundlichen Grüßen.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

In Ihrem Fall kommt ein Familiennachzug nach den Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes in Betracht.

Nach § 36 Aufenthaltsgesetz kann einem sonstigen Familienangehörigen eines Ausländers zum Familiennachzug eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn es zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich ist.
Der Begriff der außergewöhnlichen Härte ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und bedeutet, dass die familiäre Lebensgemeinschaft das geeignete und notwendige Mittel sein muss, um die außergewöhnliche Härte zu vermeiden.

Ein Nachzug kommt nur in Betracht, wenn im Fall der Versagung des Nachzugs die Interessen des im Bundesgebiet lebenden Ausländers oder des nachzugswilligen sonstigen Familienangehörigen genauso stark berührt werden, wie dies im Fall von Ehegatten und minderjährigen Kindern der Fall sein würde.
Härtefallbegründend sind danach solche Umstände, aus denen sich ergibt, dass entweder der im Bundesgebiet lebende oder der nachzugswillige Familienangehörige auf die familiäre Lebenshilfe angewiesen ist, die sich nur im Bundesgebiet erbringen lässt.

Ob diese Voraussetzungen in Ihrem Fall vorliegen, lässt sich aufgrund Ihrer Angaben nicht mit Bestimmtheit sagen.
Sie können jedoch einen Antrag nach § 36 AufenthG bei der zuständigen Ausländerbehörde stellen, die über den Antrag zu entscheiden hat.

Hierbei ist es hilfreich, sich die Dienste eines auf Ausländerrecht spezialisierten Anwalts zu sichern, um Rechtsverlusten vorzubeugen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache gegeben habe und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -
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