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Nachzahlung zwecks Nebenkostenabrechnung


01.03.2007 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo!
Ich wohne seit mehrern Jahren als Mieter in einer 3-Zimmer Altbauwohnung! Die Miete wurde bis inklusive 2005 immer als Pauschale inklusive Nebenkosten abgerechnet, es gab nie Nachzahlungsforderungen.
Seit 1 Jahr hat sich der Vermieter und der Mietvertrag geändert. Es kam heute die 1. Nachzahlungsaufforderung.
Die Wohnung hat 3 Zimmer, 65 m2. Im Wohnzimmer sind 2 Heizkörper ohne Thermostatregler, im Schlafzimmer 1 Heizkörper ohne Thermostatregler, im Arbeitszimmer ebenfalls 1 Heizkörper ohne Thermostatregler. Nur im Bad gibt es 1 Heizkörper mit Thermostatregler. Im Flur und in der Küche gibt es keine Heizkörper.
Ohne Thermostat sind die Heizkörper nicht regelbar und somit heizen sie immer "volle Pulle". Es gibt nur eins, an oder aus. Diesen Zustand bemängele ich schon seit Jahren mündlich mit dem Hinweis auf unnötig hohe Heizkosten und forderte immer wieder Thermostatregler für meine Heizkörper.
Es hat der Vermieter aber nie etwas geändert.
Heute bekomme ich eine dubiose Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2006 in der ich Heizkosten von 722,13 Euro bezahlen soll.
Ich sehe es nicht ein eine so hohe Summe für Heizkosten zu übernehmen, an der der Vermieter die Hauptschuld durch das nichtanbringen von Thermostatreglern an meinen Heizkörpern hat!

Wer ist im Recht??? Was kann ich tun???
Wie kann ich mich nun verhalten? Muss ich die Heizkosten trotzdem übernehmen?

Danke!!!
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Sie schreiben, dass Sie bis 2005 eine Betriebskostenpauschale in einer bestimmten Höhe gezahlt haben, wobei es keine Nachzahlungen gegeben habe.
In diesem Zusammenhang wäre anhand des Mietvertrages erst einmal zu klären, ob eine Betriebskostenpauschale oder eine Betriebskostenvorauszahlung monatlich geschuldet ist.
Bei einer Betriebskostenpauschale wäre mit dieser die gesamte Betriebskostenproblematik mit der monatlichen Zahlung abgegolten, so dass dieses Mietverhältnis gar nicht betriebskostenabrechnungsfähig wäre.
In diesem Falle wäre das Risiko eines Mehrverbrauches und der Zustand der Heizkörper eindeutig auf Seiten des Vermieters, da die Betriebskostenpauschale eine Abschlusswirkung hat und somit eine Betriebskostennachzahlung zu keinem Zeitpunkt entstehen kann.

Sollten Sie jedoch Betriebskostenvorauzahlungen leisten, wäre das Mietverhältnis betirebskostenabrechnungsfähig und auch –pflichtig.
In diesem Falle würde die Abrechnung nach Verbrauch, was eigentlich Pflicht wäre, bzw. bei nicht zumutbarer Nichterfassungsmöglichkeit über die Quadratmeter auf Ihre Wohnung zu verteilen sein.
Sie schreiben, dass Sie die in Ihrem Sachverhalt beschriebenen Mängel, die Sie am Regulieren der Heizkörper hindert, an den Heizkörpern immer wieder angezeigt haben.
Da der Vermieter darauf nicht reagiert, könnte man an einen Widerspruch gegen die Betriebskostenabrechnung denken.
Um den Vermieter etwas in die Gänge zu bringen, wäre auch daran zu denken, dass man die Betriebskotenvorauszahlung einstellt, da durch die unkorrekte Betriebskostenabrechnung keine Bemessungsgrundlage für die künftigen Betriebskostenvorauszahlungen vorliegen würde.
Wenn man nicht so mutig ist, würde man die im Mietvertrag vereinbarten Betriebskostenvorauszahlung weiterbezahlen und lediglich eine etwaige Betriebskostenvorauszahlungserhöhung ignorieren.
Des Weiteren haben Sie natürlich noch den Anspruch der Einsicht in die Belege sowie eine Erläuterung der Betriebskostenabrechnung.
Solange die Betriebskostenabrechnung unkorrekt sei, wird diese selbstredend auch nicht fällig sein, so dass Sie die Nachzahlung erst einmal zurückbehalten.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt


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