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Nachzahlung von Essengeld


31.10.2006 09:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Sehr geehrte Damen und Herren, meine Tochter machte 2 Jahre eine Ausbildung. Nach Streitigkeiten, Unpünktlichkeit und Unstimmigkeiten wurde ihr zum 21.09.2006 fristlos gekündigt. Sie zahlte monatlich einen bestimmten Betrag, genannt Essensgeld, jetzt verlangt der Chef eine Nachzahlung von über 400 €, da Sie zusätzlich jeden morgen ein Brötchen mit Aufschnitt und einen Kaffee getrunken hat. Dies entspricht zwar der Wahrheit, es wurde aber nicht verboten und es war erst ein Thema seit sie gekündigt wurde. Mit ihr begann damals ein anderer Auszubildender ebenfalls die Ausbildung, aber Ihr wird es nicht in Rechnung gestellt? Wie soll sich meine Tochter verhalten? Der Chef weigert sich Ihre Lohnsteuerkarte auszuhändigen, erst soll sie die 400 € zahlen.
Für eine schnelle Bearbeitung wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Schultz

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Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie des von Ihnen gemachten Einsatzes erlaube ich mir, die Frage wie folgt zu beantworten:

Zunächst halte ich das Vorgehen des Chefs Ihrer Tochter bezüglich der Nachforderung für äußerst fragwürdig. Letztlich kommt es hierfür jedoch auf die konkreten Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie der allgemeinen betrieblichen Handhabung diesbezüglich an. Man könnte gemäß Ihren Schilderungen auf eine stillschweigende Genehmigung des zusätzlichen Verzehrs schließen. Dies vor allem, das es eben nicht zu einer monatlichen Verrechnung gekommen ist. Letztlich liegen jedoch die Beweislast und das Prozesskostenrisiko bei Ihrem Chef.

Die Lohnsteuerkarte darf grundsätzlich nicht als Pfand oder sonstiges Druckmittel einbehalten werden. Arbeitspapiere sind stets am letzten Tag der Beschäftigung herauszugeben. Deshalb darf Ihr Chef die Lohnsteuerkarte nicht mit Hinweis auf vermeintlich ausstehende Essensgeldforderungen zurückbehalten.

Ich empfehle Ihnen deshalb, auf die Herausgabe der Lohnsteuerkarte zu bestehen und diesen Anspruch notfalls gerichtlich geltend zu machen.

Für eine genaue Beantwortung ist jedoch wohl eine eingehende Überprüfung der Umstände sowie gegebenenfalls Einsicht in diverse Unterlagen notwendig. Hierfür stehen wir Ihnen selbstverständlich im Rahmen weiteren Beauftragung zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Christian Grema
Rechtsanwalt

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