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Nachzahlung für die GKV (im Ausland lebend)

15.02.2015 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


Guten Tag!

Im Folgenden werde ich erstmal meinen Sachverhalt beschrieben:

Im Juni 2007 (Also seit Einführung der Versicherungspflicht in DE) habe ich mich freiberuflich selbständig gemacht. Meine Tätigkeit lag im Weiterbildungs- und IT-Bereich. Bei der Abwicklung der steuerrechtlichen Angelegenheiten meinte mein Steuerberater, dass ich bei der KV erstmal sparen kann - Und das habe ich dann auch erstmal getan.

Nach ein paar Monaten bin ich dann zur GKV um mich mit dem Sachverhalt auseinander zu setzen. Bedauerlicherweise wurde ich recht unfreundlich empfangen und mir wurde gleich auf den Tisch geknallt, dass ich nach zu zahlen habe, dass die Nachzahlung in den 1000er Bereich geht und ich den Betrag komplett zurückzahlen muss.

Dies hat mich als junger Mensch ziemlich eingeschüchtert, sodass ich das Problem dummerweise verdrängt habe. Nach ein paar weiteren Monaten litt ich an einer Hautkrankheit im Gesicht, aufgrund welcher ich nicht Arbeiten konnte. So bin ich dann mit geschwollenem Gesicht zur Krankenkasse gefahren. Die Frau dort hat mir etwas zum Unterschreiben gegeben und mir dann eine temporäre Krankenkarte gegeben. Was ich da unterschrieben habe weiss ich leider nicht - Ich stand unter Schock und brauchte dringend ärztliche Hilfe. Weiterhin habe ich von der GKV nichts gehört.

Bis zum Jahr 2010 arbeitete ich noch in DE. Seit September 2010 lebe ich in Irland und bin dort auch versichert. In Deutschland habe ich mich abgemeldet.

Nun muss ich aus persönlichen Gründen meinen Wohnsitz wieder nach Deutschland verlegen und daher Frage ich mich, welche Möglichkeiten ich habe mit der Krankenkasse um zu gehen.

Ich möchte mich nicht vor der Zahlung drücken und ich möchte an die Sache auch so gut es mir möglich ist herangehen.

Gibt es eine Möglichkeit die Kosten zu reduzieren und somit auch für normal Sterbliche zahlbar zu machen und zählen die versicherten Monate im Ausland auch als Säumnismonate?

Bewerbe ich mich für einen Job in Deutschland, wird dann mein Arbeitgeber erfahren, dass ich dieses Problem mit der Krankenkasse habe?

Wird mich die Krankenkasse überhaupt aufnehmen?

Falls eine Zwangsvollsteckung erfolgt, wie weit kann diese gehen? Ich möchte in DE nicht auf der Straße leben müssen, nur weil ich es versäumt habe die KV zu zahlen.


Mit freundlichen Grüßen!

Einsatz editiert am 15.02.2015 17:19:58

Einsatz editiert am 15.02.2015 20:30:02
18.02.2015 | 07:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Gibt es eine Möglichkeit die Kosten zu reduzieren und somit auch für normal Sterbliche zahlbar zu machen und zählen die versicherten Monate im Ausland auch als Säumnismonate?"



Man muss sich zuerst einma einen Überblick über den unverjährten Gesamtschuldenstand verschaffen.

Im besten Fall sind die Schulden nach Ihrer Schilderung verjährt.

Die Zeit im Ausland wird nicht mitzählen, wenn Sie Ihre anderweitige Versicherung im Ausland nachweisen können.






Frage 2:
"Bewerbe ich mich für einen Job in Deutschland, wird dann mein Arbeitgeber erfahren, dass ich dieses Problem mit der Krankenkasse habe?"


Wenn keine Lohnpfändung durchgeführt wird dann nicht.




Frage 3:
"Wird mich die Krankenkasse überhaupt aufnehmen?"


Sie müsste es sogar, da Sie zuletzt in Deutschland dort versichert waren. Möglicherweise werden dann aber die offenen Posten "nach oben gespült".

Von daher wäre es wahrscheinlich zweckmäßiger, wenn Sie sich zunächst bei einer anderen Kasse anmelden würden.



Frage 4:
"Falls eine Zwangsvollsteckung erfolgt, wie weit kann diese gehen?"

Soweit wie ihr persönlicher Pfändungsfreibetrag reicht.

Weitergehende Informationen dazu finden Sie unter:

http://www.rechtslupe.de/rechner/pfaendungsfreibetrag


Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-




Rechtsanwalt Raphael Fork

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