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Nachzahlung bei einer KFZ-Haftpflicht-Versicherung


19.12.2006 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Mein PKW ist bereits seit 1996 bei derselben Versicherung haftplichtversichtert. Nun wollte ich ein weiteres Auto anmelden und mein bisheriges Auto demnächst verkaufen. Bei dem Telefongespräch mit der Versicherung stellte sich heraus, dass mein bisheriges Auto (VW Passat Variant TD) die ganzen Jahre mit einer falschen Typ-Nr. und Typklasse versichert war.
Der Versicherungsmakler hat damals in den Vertrag geschrieben:
"VW Passat Variant TD 929"
Die Typ-Nr. 929 gehört aber nach Aussage des Telefonservices der Versicherung zu einem VW Cabriole, der einer wesentlich niedrigeren Typklasse zugeordnet ist.
Die übrigen Angaben im Versicherungsvertrag wie Leistung, Erstzulassung, Fahrzeug-Ident-Nr, usw. waren alle richtig.

Nun möchte die Versicherung meine Beiträge rückwirkend, "um ihnen entgegen zu kommen" für zwei Jahre mit der "richtigen" ungünstigeren Typklasse berechnen und ich soll ca. 260 € nachzahlen.

Ich war immer der Meinung mein Fahrzeug sei richtig versichert. Muss ich als Laie erkennen, dass sich der Versicherungsmakler damals mit drei Ziffern vertan hat, die ich sowieso nicht deuten kann?

Wenn ich vor Jahren gewusst hätte, dass meine Versicherung eigentlich sehr viel höhere Beiträge kostet, hätte ich ja schon vor Jahren wechseln können.

Außer einem kleinen Schaden vor einigen Jahren habe ich die Versicherung nie in Anspruch genommen.

Meine Hauptfrage lautet:
Muss ich den Beitrag der ungünstigeren Typenklasse rückwirkend bezahlen, bzw. wie soll ich reagieren?





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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung kann ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung folgendes mitteilen:

1. Es besteht zwischen Ihnen und Ihrer Versicherung ein Vertrag über das Kfz VW Passat Variant TD 929, d.h. Sie sind gegenwärtig rechtlich gesehen nur zur Zahlung der geringeren Prämien verpflichtet. Die Versicherung kann jedoch vom Vertrag zurücktreten (§ 17 Abs. 1 VVG), da Ihre Angaben bei Vertragsschluß unrichtig waren (das der Makler Ihnen den Vertrag "vorgeschrieben" hat, spielt keine Rolle; sie haben den Vertrag unterschrieben, sie hatten als Vertragspartner die Pflicht zur korrekten Angabe aller erheblichen Umstände).

2. Sie haben nun zwei Möglichkeiten: Sie können sich auf den derzeitigen Vertrag berufen. Dann wird die Versicherung vom Vertrag zurücktreten. Evtl. könnte die Versicherung Schadensersatz wegen Vertragsverschulden Ihrerseits geltend machen, vor allem i.F.d. bisher zu wenig gezahlten Prämien (sie könnten demgegenüber dann ggf. gegen den Makler vorgehen, wobei hier vieles offen wäre). Oder Sie nehmen das Angebot der Versicherung an. Dann würde sich ihr Vertrag entsprechend ändern in einen Vertrag über einen VW Passat Variant TD mit entsprechend höheren Prämien plus der Einmalnachzahlung.

M.E. sollten Sie das Kulanzangebot Ihrer Versicherung annehmen. Sie ersparen sich dadurch risikovolle Auseinandersetzungen mit der Versicherung, die im (durchaus naheliegenden) schlechten Fall für Sie die Nachzahlung aller offenen Prämien zur Folge hätte.

Allerdings kenne ich Ihre Haftpflichtversicherungsbedingungen nicht; dort könnten sich immer noch signifikante Abweichungen zum eben Dargestellten ergeben (wenn dies m.E. auch nicht sehr wahrscheinlich ist). Dies würde aber den Rahmen einer Erstberatung sprengen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Hilfestellung geben.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
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