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Nachzahlung an die GKV bei Wiedereintritt ins Angestelltenverhältnis

27.12.2017 18:24 |
Preis: 100,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.


Mein Mann und ich sind 2001 versehentlich aus der Gesetzlichen Krankenversicherung gefallen- Er als er nach kurzer Arbeitslosigkeit wieder einen Job (Im EU Ausland) gefunden hat, ich als Mitversicherte- die drei Monatsfrist für die freiwillige Versicherung lief ab, ohne das wir überhaupt von solch eine Frist wussten und hinterher hatten wir nicht mal annährend die Summe die die Krankenkasse für unseren Wiedereintritt wollte.

Ende 2001 habe ich mich selbstständig gemacht und Er wurde kurz darauf Hausmann. Seit dem sind wir nicht mehr kranken versichert.
Jetzt möchte er in Kürze wieder Anfangen zu arbeiten und würde dadurch wieder in die GKV aufgenommen werden.

Mit welchen kosten müssten wir rechnen, bzw. auf Basis wovon, weil ich ja die letzten Jahre die Alleinverdienerin war und könnte der vorherige Eintritt in eine Europäische Krankenversicherung als vor Versicherung geltend gemacht werden um die Nachzahlung zu umgehen?

Einsatz editiert am 29.12.2017 02:15:07

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Zur Frage der Beurteilung des Kostenrisikos wird man sicherlich unterscheiden müssen zwischen Zeiten, in denen die Beitragsforderung bereits nach § 25 SGB IV verjährt ist und Zeiten, in denen diese Forderung noch nicht verjährt ist.

Darüber hinaus ist es aus meiner Sicht wichtig festzuhalten, dass eine gesetzliche Pflicht zur Krankenversicherung nach § 5 SGB V erst seit dem 01.04.2017 besteht.

Da Sie beide in Deutschland in den Jahren vor der Versicherungspflicht weder gesetzlich noch privat krankenversichert waren, besteht für Sie erst ab dem 01.01.2009 eine Versicherungspflicht.

Sie tragen vor, dass Sie zwischen 2001 und 2008 nicht krankenversichert waren. Hier bestand keine gesetzliche Pflicht zur Krankenversicherung, sofern Ihr Mann in dieser Zeit kein eigenes Einkommen hatte und Sie lediglich Einkünfte aus selbstständiger Arbeit erzielten.

2. Ab dem 01.01.2009 bestand aber eine Versicherungspflicht, da Sie zuletzt gesetzlich versichert waren. Die Versicherungspflicht begann aus § 186 Abs. 11 SGB V grundsätzlich am 01.01.2009.

Somit wäre ein relativ lanqen Nacherhebungszeitraum gegeben, der aber durch eine gemeinsame Übereinkunft aller gesetzlichen Krankenversicherung ermäßigt werden kann. Wichtig ist hier, dass Sie und Ihr Mann im Nacherhebungszeitraum keine Leistungen der Krankenkassen in Anspruch genommen haben bzw. auf eine Kostenerstattung verzichtet haben.

Ab dem 01.01.2009 bis zur schriftlichen Anzeige der Beitragspflicht gegenüber der Krankenkasse durch Sie kann eine Ermä­ßi­gung nach­zu­zah­lender Beiträge für den Nach­er­he­bungs­zeit­raum erreicht werden.

Zur Berech­nung Ihrer Beitragsschuld wird eine fiktive beitrags­pflich­tige Einnahme in Höhe von zehn Prozent der monat­li­chen Bezugs­größe nach § 18 SGB IV für den Kalen­der­monat zugrunde gelegt. Diese Bezugsgröße variiert jedes Jahr, in 2009 lag diese bei 2.520,00 EUR monatlich, in 2017 bei 2.975,00 EUR monatlich.

3. Europäische Versicherung

Eine Versicherung aus einem EWR-Staat kann als vollwertige private Krankenversicherung anerkannt werden, wenn die nach § 193 Abs. 3 VVG geforderten Mindesttarife eingehalten werden.

Als Versicherung wird man dies in Ihrem Fall aus meiner Sicht aber nur nutzen können, wenn ein Versicherungsvertrag mit der Europäischen Versicherung bereits vor 2009 bestand. Ansonsten haben Sie immer noch das Problem mit den Fehlzeiten.

4. Abschließend wird man also festhalten müssen, dass in Ihrem Falle der Versuch einer Beitragsreduzierung der erfolgversprechendste Weg sein dürfte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


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