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Nachzahlung Krankenversicherung

03.08.2018 12:36 |
Preis: 55,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich, 48 Jahre alt bin seit 12/2016 selbständig und fahre seit 3/2018 nebenbei 72 Stunden pro Monat LKW, also über 450.-€

Die Krankenversicherungsbeiträge aus der nichtselbständigen Arbeit wurden an die KK abgeführt.
Die Beiträge aus der selbständigen Tätigkeit wurden nun aufgrund einer monatlichen BWA
(auf Drängen der Krankenkasse hin) berechnet und festgestellt, dass dies mein Haupterwerb ist.
Eine Einkommenssteuererklärung gibt es noch nicht.

Daraus ergibt sich, dass ich KK-Vers. beiträge ab 3/17 nachbezahlen soll.
mein Arbeitgeber wurde angeschrieben, dass dieser mir die KV-Beiträge zurückerstattet und ich diese erneut an die Versicherung bezahlen muss, allerdings nur MEINEN Anteil.

nun meine Frage:

1.) bin ich verpflichtet aufgrund der Berechnungen die Beiträge an die KV nachzubezahlen?
2.) ist es richtig, dass pro Job KV-Beiträge abgeführt werden müssen?
3.) Ist es ratsam in eine private Versicherung zu wechseln, da die Beiträge in diesem Moment wesentlich
günstiger sind?
(immerhin werden monatlich 750.- für die freiwillige KV verlangt)

Für Ihre Bemühungen im Vorraus besten Dank

Mit freundlichen Grüssen
Anser Andreas

Sehr geehrter Ratsuchender,


grundsätzlich ist das Vorgehen der Krankenkasse zutreffend, wenn die Einkünfte aus der Selbständigkeit tatsächlich Ihr Haupteinkommen darstellt.

Wenn dieses zutreffend sein sollte, wovon ich zunnächst einmal ausgehe, ist die Beitragsforderung auch nicht zu beanstanden.

Der genannte monatliche Beitrag entspricht ungefähr dem Höchstbetrag bei einer Bemessungsgrenze von 4.425,00 € für 2018.

Zu prüfen ist natürlich, ob dieses Einkommen überhaupt zutreffend ist. Das kann ich nicht beurteilen. Wenn es tatsächlich erheblich geringer ist, sollten Sie den Bescheid so auch nicht hinnehmen. Sie müssen der Krankenkasse aber geeignete Nachweise vorlegen, die Auskunft über Ihr Einkommen geben.

Es wird demnach davon abhängen, über welche Einkünfte Sie verfügen. Sie sollten unverzüglich dafür Sorge tragen, dass die Einkommenssteuererklärung erstellt wird, damit Sie einen Einkommenssteuerbescheid vorweisen können.

Wenn Sie hauptberuflich schon im Rahmen der freiwilligen Versicherung Beiträge zahlen oder jetzt nachzahlen, müssen für Ihren Nebenjob keine Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden. Doppelte Zahlung ist insoweit nicht gegeben.

Es ist daher auch nicht ersichtlich, warum Sie dann KV-Beiträge, die Ihnen der Arbeitgeber erstattet sollen, wenn Sie schon Beiträge als freiwilliges Mitglied zu entrichten haben.


Ob der Wechsel in eine private Versicherung für Sie sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Es hängt von Ihrer persönlichen Situation ab; auch von der Frage welche Tätigkeit Sie ausüben und wie die Einkommensentwicklung sein wird, da die Beiträge zur PKV mit zunehmenden Alter steigen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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