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Nachträgliche Vorauszahlung

27.10.2018 13:48 |
Preis: 25,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


So guten Tag. Wenn ich Ende des Jahres durch Steuerberater meine Einkommensteuererklärung 2017 abgebe und für 2017 8000 Euro nachzahlen muss, so dass sich unter Einrechnung von Vorauszahlungen 2017 iHv 4000 Euro der Gesamtbetrag der zu zahlenden Steuern insgesamt 12000 Euro beträgt, ich in 2018 aber insgesamt 8000 Euro vorausgezahlt habe, muss ich dann auch noch eine nachträgliche Vorauszahlung für das Jahr 2018 iHv 4000 Euro befürchten? Überall steht zu lesen, dass diese nachträgliche Vorauszahlung mindestens 5000 Euro betragen müsste, stimmt das? So dass ich das also nicht fürchten muss, sondern nur die NZ für 2017 habe?
27.10.2018 | 18:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach offenen Veranlagungjahren der Vergangenheit führt die Steuerfestsetzung des zuletzt dann veranlagten Jahres in der Tat dazu, daß die Folgejahre ( auch die vergangenen / und das laufende Jahr (e) ) einer neuen Vorauszahlung zugeführt werden. Es wird auf das letzte Einkommen der letzten Steuerfestsetzung abgestellt und erwartet, daß dies auch für die Folgejahre so zutrifft.

Grundsätzlich ist also auch bei Ihnen mit einer solchen Vorgehensweise für das Jahr 2018 zu rechnen. Aber, wenn das derzeitige Einkommen niedriger ist, hat der Steuerschuldner nach der Neufestsetzung die Möglichkeit, einen Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zu stellen. Dem wird in der Regel auch nachgekommen. Möglicher Weise verlangt das FA eine vorläufige Jahres BWA.

Der Nachweis geringerer Einnahmen, die die höheren Vorauszahlungen nicht mehr rechtfertigen könnten, kann also jederzeit und sogar erfolgreich geführt werden.

Mit besten Grüssen
Fricke
RA


Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2018 | 16:14

Meine eigentliche Frage ist nicht konkret beantwortet worden. Es geht mir um die mögliche nachträgliche Vorauszahlung für 2017. Ich habe 8000 Euro vorausgezahlt, müsste aber 12000 bezahlen normalerweise. Also könnte normalerweise eine nachträgliche Vorauszahlung iHv 4000 Euro (Differenz) ins Haus flattern. Allerdings ist überall das hier zu lesen "Vorauszahlungen sind nur festzusetzen, wenn sie mindestens 400 Euro im Kalenderjahr und mindestens 100 Euro für einen Vorauszahlungszeitpunkt betragen (§ 37 Abs. 5 EStG). Eine nachträgliche Erhöhung der Vorauszahlungen wird nur vorgenommen, wenn diese im Vorauszahlungszeitraum mindestens 5.000 Euro ausmacht." Der letzte Satz besagt doch, dass mir eben keine nachträgliche Vorauszahlung ins Haus steht?!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2018 | 16:56

Sehr geehrter Nachfragender,

die Antwort hatte ich so gemeint, wie dies in der Praxis gehandhabt wird. Die Größenordnung Ihrer Festsetzung führt aus meiner Erfahrung heraus sehr schnell zu einer Neufestsetzung der Vorausveranlagungen. Sowohl für die vergangene Steuerjahre als auch für das laufende.

Dem Finanzamt ist die Grenze aus § 37 IV EStG iVm. V EStG dabei häufig bekannt, so daß diese aus diesem Grunde ein Bertrag leicht höher als 5.000 Euro festgesetzt werden kann. Ich schließe also eine Erhöhung selbst zu diesem Betrag nicht aus. Wenn dies der Fall wäre, sollten Sie hiergegen einen Einspruch einlegen und zeitnah die Steuererklärung für 2017 abzugeben.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

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