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Nachträgliche Mietminderung nach Beseitigung der Mängel,Wasserschaden

| 11.03.2016 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich (Alleinerziehende mit 11jährigem und 9 Monate altem Baby) hatte einen Wasserschaden in meiner 3Zimmer-Mietwohnung,von meinem Übermieter verursacht.
Betroffen waren der Flur,das Kinderzimmer,das Bad und die Küche.
Das Kinderzimmer war 3 wochen nicht bewohnbar,das Bad sowie Flur nicht in vollem Umfang nutzbar. Es waren überall oberflächlicher Schimmel an den Wänden. Möbel mussten in anderen Zimmern untergebracht werden.
Wir hatten für 3 wochen einen Bautrockner und die Renovierungsarbeiten dauerten 3 Monate.
Neuer Bodenbelag in Flur und Ki-zimmer,Rauhputz Flur und Bad,Die Decken mussten mit Bauplatten verstärkt werden aufgrund unsolieder Bausubstanz.Tapete und Bauplatten in der Küche.
Mein Vermieter hat eine Hausverwaltung (schon vor dem Schaden) die sich darum gekümmert hat. Handwerker,Versicherungen etc.
Mit der Hausverwaltung hatte ich gesprochen und mündlich eine Mietweiterzahlung unter Vorbehalt vereinbart. Über E-Mail hatte ich mal den Prozentwert abgesprochen und nach Beendigung aller Arbeiten dann schriftlich die Mietminderung eingereicht.
Nun ist es so,dass mir die Hausverwaltung letzte Woche erst (schaden war im September 2015) mitgeteilt hat,dass ich die Mietminderung an den Hauseigentümer hätte stellen müssen.....1 Monat vor Minderung und ich sozusagen jetzt Pech habe. Ich habe allerdings nicht einmal eine Adresse des Eigentümers.
Wie sind meine Chancen auf nachträgliche mietminderung? Wie muss ich vorgehen?
Die Renovierungen sind noch nicht komplett abgeschlossen (Nachbesserungsarbeiten)
Vielen Dank
11.03.2016 | 15:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen gestellte Frage möchte ich unter Berücksichtigung der von Ihnen vorgenommenen Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Entgegen der Auffassung der Hausverwaltung kommt es für die Geltendmachung einer Mietminderung zunächst nicht darauf an, dass diese vorher angekündigt wird. Nach § 536 Abs. 1 S. 2 BGB ist die Miete von Gesetzes wegen gemindert, wenn ein Mangel die Nutzbarkeit der Wohnung beeinträchtigt. Sie teilen hier mit, dass das Kinderzimmer 3 Wochen nicht nutzbar war und auch in den weiteren Räumen Einschränkungen in der Nutzbarkeit gegeben waren. Ein Mangel, der zur Minderung berechtigt liegt damit vor.

Eine Minderung könnte für den Fall ausgeschlossen sein, dass Sie die Miete über einen längeren Zeitraum vorbehaltlos weitergezahlt haben. Genau dies ist aber nach Ihrer Schilderung nicht geschehen. Vielmehr haben Sie darauf hingewiesen, dass die Zahlung nur unter Vorbehalt erfolgt ist. Sie können daher im Nachhinein die Minderung noch geltend machen.

Der Vermieter muss sich auch die Kenntnis der Hausverwaltung zurechnen lassen. Soweit Sie mitteilen, dass Ihnen vom Vermieter keine Adresse bekannt ist, gehe ich davon aus, dass die Hausverwaltung auch schon bei Abschluss des Mietvertrages für den Vermieter aufgetreten ist. Zumindest ist die Verwaltung nach Ihrer Schilderung im Folgenden als Ansprechpartner benannt worden. Der Vermieter bedient sich der Hausverwaltung als Vertreter und muss sich daher deren Kenntnis auch zurechnen lassen.

Aus meiner Sicht sollte die Hausverwaltung nochmals schriftlich darauf hingewiesen werden. Ich rate aber auch, gleichzeitig die Hausverwaltung um Bekanntgabe einer Adresse des Vermieters zu bitten, damit diesem unabhängig davon der Sachverhalt geschildert werden kann. Sie sollten dann um Rücküberweisung des Minderungsbetrages bitten.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Sie auch einen Anspruch auf Erstattung der Stromkosten für den Bautrockner haben. Hier sollten Sie sich den tatsächlichen Verbrauch bescheinigen lassen und die Kosten gegenüber dem Vermieter mit geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dubbratz
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht


Bewertung des Fragestellers 11.03.2016 | 15:30

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