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Nachträgliche Mietminderung - Schimmelbefall Wohnung


| 30.03.2005 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich habe bis vor kurzem mit meiner Lebensgefährtin und deren Tochter in einer älteren Wohnung gewohnt. Auf einmal bekam die Tochter Neurodermitis und wir wussten nicht woher. Nach langer Suche fanden wir nun eine neue Wohnung und sind ausgezogen. Siehe da, Neurodermitis ist weg. Wir mussten nun in der alten Wohnung Tapeten und Teppichböden entfernen. Nach dem Lösen der Tapeten stellten wir im Zimmer der Tochter und in der Küche ziemlichen Schimmelbefall fest. Wir stellten auch fest, das der Türrahmen im Zimmer der Tochter an einer Stelle durchfefault ist. Die Fenster dieser Wohnung sind völlig am Ende und es zieht wie Hechtsuppe. Dies haben wir unserem damaligen Vermieter mehrmals mitgeteilt, aber das interessiert ihn nicht.

Nun meine Frage, kann ich nachträglich noch die Miete kürzen und vom Vermieter Geld verlangen ??

Liebe Grüsse

Sascha Hintz
Sehr geehrter Herr Hintz,

eine nachträgliche Mietminderung, ist leider nicht möglich. Eine solche Minderung ist nur während der Mietzeit zulässig, wenn der Vermieter vorher unter Fristsetzung vergeblich zur Abhilfe aufgefordert worden ist; nach Ihrer Darstellung war das leider nicht der Fall.

Bezüglich der Schadensersatzansprüchen ist es so, dass dise dem Grunde nach geltend gemacht werden können (AG Kassel WM 81, 160). Sie müssen aber den kompletten Nachweis führen, also einschließlich Ursache und Verschulden des Vermieters; das wird sehr schwierig werden, insbesondere, da Sie den Mangel ja eben nicht gerügt haben und die Kenntnis des Vermieters von diesem Mangel daher kaum nachzuweisen sein wird. Sollten Sie eine Möglichkeit sehen, wäre die Geltendmachung der Ansprüche zu überlegen.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2005 | 11:38

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ändert sich die Rechtslage dadurch das der Schimmelbefall vorher unersichtlich war. Wir sahen den Schimmel erst nach Ablösen der Tapeten.

Mit freundlichen Grüssen

Sascha Hintz

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.03.2005 | 11:51

Leider nicht, denn dann wird auch der Vermieter keine vorherige Kenntnis vom Schimmelbefall haben. Und genau das müssten Sie beweisen, da hier das Verschuldensprinzip gilt.

Noch ein Tipp für die Zukunft: Sollten wieder solche Probleme auftreten, lassen Sie die Wohnung ggfs. durch das Gesundheitsamt überprüfen. Nur so können die Beweise gesichert und dann ein Vermieter in Regress genommen werden.

Bewertung des Fragestellers |


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