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Nachträgliche Klausuranmeldung

19. Juni 2010 21:55 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
ich befinde mich im 2.Mastersemester (Wirtschaftsstudium). Im 1.Semester musste man 5 Grundlagenmodule belegen. In einer Klausur bin ich durchgefallen und muss sie dieses Semester nachschreiben. Für dieses Semester habe mich regulär für meine normalen Klausuren angemeldet, habe es jedoch versäumt, mich für die eine Nachklausur noch anzumelden. Die Frist lief vom 16.5.-30.5.2010. Ich habe es einen Tag später am Nachmittag (31.5.2010) gemerkt und habe am 1.6. bereits den Prüfungsausschuss darüber benachrichtigt. Das Problem ist, dass bis zum Ende des Sommersemesters alle Grundlagenmodule bestanden sein müssen, da man ansonsten exmatrikuliert wird.
Der Prüfungsausschuss hat meinen Antrag abgelehnt und die Zulassung zur Nachklausur verweigert, sodass mir demnach die Exmatrikulation droht. Als Begründung hieß es, dass es keine triftigen Gründe gibt, die es rechtfertigen, dass ich mich nicht für die Nachklausur angemeldet habe und aufgrund der Gleichbehandlung aller Studierenden, keine Ausnahmeregelung erfolgen kann.
Zu meinem Hintergrund: Ich hatte familiäre Probleme, da ich in den Tagen vor den Klausuranmeldungen für meine Mutter Schulprobleme meines Bruders zu lösen hatte, dessen Zulassung zur Oberstufe gefährdet war und dem gar ein Schulverweis drohte. Zudem war ich mir noch sehr unsicher welche Klausuren ich belege, sodass ich mir noch etwas Zeit geben wollte, um die richtigen Entscheidung für mich zu treffen.
Abgesehen davon war in dieser Zeit auch sehr durch meine zwei Arbeitsstellen belastet. Durch meinen Studienplatzwechsel bekomme ich kein Bafög mehr und muss mein Studium und Lebensunterhalt selbst finanzieren. Finanzielle Unterstützung durch die Familie ist nicht möglich, aufgrund der niedrigen Einkommen meiner Eltern und hohen Schulden. In dem Zeitraum der Anmeldefristen war ich besonders von einer Arbeitsstelle sehr unter Druck gestellt Abgabefristen von Ergebnissen einzuhalten(kann ich schriftlich vom Arbeitgeber nachweisen). Ich habe nicht die Möglichkeit auf meinen Arbeitsplatz zu verzichten, da dies essentiell dazu beiträgt mein Studium zu unterhalten. Durch all diese Belastungen durch die Familie und Arbeit, habe ich einfach die Anmeldung zur Nachklausur nicht bedacht, als ich mich für die anderen Klausuren angemeldet habe.
Was für eine Chance habe ich, eine Zulassung zur Nachklausur zu erhalten, wenn ich Widerspruch einlege? Wie kann das begründet werden, dass die Verweigerung zur Zulassung einfach unverhältnismäßig ist und ich exmatrikuliert werde noch bevor ich die Möglichkeit des Leistungsnachweises nicht genutzt habe?



Hier einige Auszüge der Prüfungsordnung:

(2) Zu jeder Modulprüfung ist zu jedem Termin eine gesonderte fristgerechte Meldung in der Regel über das Internet beim Prüfungsamt erforderlich; andernfalls ist die Erbringung der Prüfungsleistung ausgeschlossen. Über begründete Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss.
(3) Der/Die Studierende kann sich zu einer Modulprüfung nur anmelden, soweit er zur Masterprüfung zugelassen ist und die entsprechende Modulprüfung noch nicht bestanden oder endgültig nicht bestanden hat. Eine Modulprüfung ist endgültig nicht bestanden, wenn die zum Bestehen erforderliche(n) Leistung(en) nach Ausschöpfung sämtlicher Wiederholungsmöglichkeiten nicht bestanden ist/sind.
(4) Kann der letzte mögliche Termin zum Abschluss des Grundlagenbereichs im zweiten Fachsemester bzw. zum Abschluss der Masterprüfung insgesamt im sechsten Fachsemester wegen kurzfristiger Erkrankung nicht wahrgenommen werden, setzt der/die Vorsitzende des Prüfungsausschusses einen zusätzlichen Prüfungstermin an, dessen Termin und Ort dem/der Studierenden rechtzeitig bekannt gegeben werden.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich, mindestens jedoch innerhalb von drei Werktagen schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des/der Studierenden ist ein ärztliches Attest vorzulegen; in Zweifelsfällen kann der/die Vorsitzende des Prüfungsausschusses ein amtsärztliches Attest verlangen.

Vielen Dank.

19. Juni 2010 | 22:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Ausnahmeregelungen sind durchaus zulässig und rechtlich auch - wie meistens immer - zwingend geboten.

Doch habe ich hier leider Bedenken, dass hier bei Ihnen ein wichtigter Grund für eine derartige Ausnahme vorliegen kann.

Fristen dienen der Rechtssicherheit und -klarheit und sind daher grundsätzlich einzuhalten.

Familiäre Probleme und finanzielle Belastungen können meines Erachtens regelmäßig nicht als Ausnahmegründe anerkannt werden.

Schwerwiegende Krankheiten oder Fälle höherer Gewalt gehören eher in diese Kategorie.

Trotzdem rate ich Ihnen dazu, selbst nochmals (oder durch einen Anwalt Ihrer Wahl) die Sache zu prüfen, was eine Exmatrikulation anbelangt.

Eventuell gibt es noch Möglichkeiten, die Ihnen weiterhelfen können.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, auch wenn ich Ihnen keine positivere Mitteilung machen kann.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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