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Nachträgliche Aufteilung der Steuerschuld im Trennungsjahr


02.01.2017 16:55 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Steuerschulden beim Ehepartner


Sehr geehrte Damen und Herren,
seit dem 11.08.2011 haben mein Mann und ich geheiratet. Seit dem Jahr 2012 sind wir gemeinsam veranlagt worden. Nun stellte sich für mich Anfang letzen Jahres heraus, dass mein Mann Stuerschulden aus den Jahren 2007-2012 hat.
Offenbar gibt es hierfür bereits Vollstreckungen, leider weiß ich nicht alles und ich habe auch nur zufällig davon erfahren.
Seit dem 01.12.2016 sind wir getrennt.
ab 09.01. beginne ich ein neues Arbeitsverhältnis
Nun habe ich 2 Fragen
1. Kann ich die Stuerklasse 2 für das Jahr 2017 beantragen
2. Sollte ich eine Aufteilung der Stuerschuld beim Finanzamt beantragen? Gegen mich liegen keine Vollstreckungen vor, nur gegen meinen Mann.
03.01.2017 | 09:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1
Da Sie noch verheiratet sind, können Sie noch nicht die Steuerklasse 2 wählen.

Frage 2

Grundsätzlich haften Ehegatten durch das Ehegattensplitting im Rahmen der gemeinsamen Veranlagung zwar als Gesamtschuldner für die Steuerschulden. Dies gilt aber nur für Steuerschulden innerhalb der Ehe. Für voreheliche Steuerschulden haftet jeder Partner selbst.
Danach haftet Ihr Ehemann für die Steuerschulden bis zur Heirat selbst.

Für die Steuerschulden, die während der Ehe entstanden sind, empfiehlt es sich, eine Aufteilung der Gesamtschuld gem. § 268 ff.AO beim zuständigen Finanzamt zu beantragen. Das führt dazu, dass eine Vollstreckung wegen der Steuern jeweils auf den Betrag beschränkt wird, der sich nach Maßgabe der §§ 269 – 278 AO bei einer Aufteilung der Steuern ergibt und somit jeder Ehepartner mit dem Steuerbetrag in Anspruch genommen wird, der seinem Anteil an dem gesamten Einkommen entspricht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Monika Gansel

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