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Nachträglich Ehevertrag

25.10.2012 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,

ich möchte nachträglich einen Ehevertrag erstellen. Allerdings geht es mir nicht darum, alles detalliert aufzulisten, wem was gehört falls wenn man sich scheiden lassen würde.

Mir geht es grundsätzlich um

1) meinen bAV Vertrag, dass ich die Hälfte der während der Ehe eingezahlten Beiträge nicht teilen muss
2) event. mein Auto falls wenn das Wert darstellen sollte (während der Ehe gekauft)
3) und das wichtigste - Eigentumswohnung

Ich möchte demnächst eine Eigentumswohnung erwerben, die Hälfte der Kosten werden meine Eltern tragen (sie werden auch in der Wohnung leben) und für die andere Hälfte nehme ich Kredit auf. Im Grundbuch werde nur ich und meine Eltern stehen.

Kann man sowas auch in den nachträglichen Ehevertrag aufnehmen?

Dass wenn ich eine Eigentumswohnung kaufe, dass diese ausschließlich mir gehört bzw. dass mein Ehemann später auf sämtliche Forderungen verzichtet? (übrigens mein Ehemann hat auch eine Eigentumswohnung, die er aber vor der Ehe erworben hat und ich sowieso keinen Anspruch darauf habe)

Ich möchte ungerne einen Kredit aufnehmen und dann passiert es, dass wir uns scheiden lassen und ich habe den Kredit noch nicht mal abbezahlt und müsste ihm die Hälfte davon bezahlen...

Kann der nachträgliche Ehevertrag so kurz sein und nur ein paar Sachen beinhalten?

Vielen Dank für die Beantwortung!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Da Sie bisher keinen Ehevertrag haben, leben Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Sie können jederzeit diesen Güterstand modifizieren, indem Sie etwa den Zugewinnausgleich komplett ausschließen und damit Gütertrennung gilt.

Wenn Sie den Zugewinn komplett ausschließen, wären damit die Punkte Wohnung und Auto mit erledigt.

Der PKW ist generell, wenn es nicht der einzige "Familien-PKW" ist, ein Vermögensgegenstand wie
jeder andere auch, also wie Bargeld oder sonstiges Vermögen. Man kann den Zugewinn modifizieren ohne ihn ganz auszuschließen und dabei einzelne Vermögenswerte aus dem Zugewinn herausnehmen. Das wäre also für den PKW und auch für die Wohnung möglich.

Ein Problem bei der Wohnung dürfte sich aber in der Realität kaum stellen. Wenn Sie nur zu 1/2 Eigentümerin sind, dann wäre auch nur dies Ihr Endvermögen. Wenn Sie für Ihre Hälfte einen Kredit aufnehmen, dann steht dem Wert der Wohnung die Darlehensverpflichtung gegenüber. Aktuell wäre also kein Vermögen da. Nur in einigen Jahren, wenn Sie getilgt haben und die Wohnung eventuell im Wert gestiegen ist, könnte sich daraus eine relevante Position ergeben. Ihr Mann hätte nie direkt Anspruch auf die Wohnung selbst, sondern allenfalls wäre die Hälfte der Wohnung eine Vermögensposition unter anderen, die man im Fall der Scheidung bei der Berechnung mit berücksichtigen müsste. Es ist aber natürlich möglich die Wohnung ebenfalls im Ehevertrag aus dem Zugewinn herauszunehmen.


Es ist auch möglich den Versorgungsausgleich zu modifizieren oder ganz auszuschließen. Ich gehe davon aus, dass Ihr Mann selbst über Anwartschaften in der gesetzlichen Rente oder einer betrieblichen oder privaten Versorgung verfügt und daher auch bei Herausnahme der betrieblichen Altersversorgung nicht in die Grundsicherung oder das ALG II fallen würde. Man kann also ohne weiteres vereinbaren, dass im Fall einer Scheidung Ihre betriebliche Altersversorgung nicht im Versorgungsausgleich auszugleichen ist.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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