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Nachscheidungsunterhalt


18.05.2007 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 4 Jahren rechtskräftig geschieden. Meine Frau ist
voll berufstätig (auch schon während der Ehe). Wir haben zwei
volljährige Kinder.
Meine Frau hat für sich nach der Scheidung keinen Unterhalt verlangt. Allerdings habe ich für beide Söhne Kindesunterhalt bezahlt. Nachdem jetzt der Unterhaltsanspruch für einen Sohn
entfallen ist, weil er seine Ausbildung beendet hat, verlangt
meine Frau über einen Anwalt plötzlich Nachscheidungsunterhalt für sich. Ich soll meine Einkommensbelege zur Berechnung vorlegen. Ich verdiene ca. 2500 Eur und meine Ex-Frau
ca. 1700 Eur netto.

Kann es wirklich sein, dass ich an sie noch Aufstockungsunterhalt zahlen muss?
18.05.2007 | 14:18

Antwort

von


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38518 Gifhorn
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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie werden sich grundsätzlich zunächst gegen den Auskunftsanspruch, den der Kollege für Ihre geschiedene Frau geltend macht, nicht wehren können. Sie sind verpflichtet, wie aufgefordert, sämtliche Einkommensbelege vorzulegen.

Hinsichtlich der Frage, ob dann nach der Berechnung tatsächlich Unterhalt zu zahlen ist, wird es auch darauf ankommen, welche konkreten Regelungen im Rahmen der Scheidung erfolgt sind. Möglicherweise hat ihre geschiedene Ehefrau dort einen Unterhaltsverzicht erklärt.

Im übrigen soll der so genannte Aufstockungsunterhalt die Nachteile des Ehegatten ausgleichen, die er aufgrund gemeinsamer Lebensplanung dadurch erlitten hat, dass er seine Berufstätigkeit entweder beschränkt oder aber Aufstiegchancen bewusst nicht wahrgenommen hat. Wenn hier keine beruflichen Nachteile erlitten sind, ist der Garantiecharakter des Aufstockungsunterhaltes zu relativieren.

Hinsichtlich des so genannten Einsatzzeitpunktes, also der Frage, ob die Ansprüche bereits bei Scheidung hätten durchgesetzt werden können, kommt es nicht darauf an, dass bisher Unterhalt nicht geltend gemacht worden ist. Dies führt nur dazu, dass Sie in für die Vergangenheit keinerlei Unterhaltsansprüche zu erfüllen haben. Entscheidend ist, ob zur Zeit der Scheidung ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt dem Grunde nach bestand.

Im Zuge des zum 1. Juli 2007 in Kraft tretenden neuen Unterhaltsrechtes ist die sogenannte Eigenverantwortung erheblich gesteigert worden. Nunmehr kommen mit Sicherheit auch wesentlich mehr Fälle vor, in denen der Unterhalt zeitlich begrenzt wird. Insoweit sind auch sog. Altfälle wie der Ihrige auf Antrag zu überprüfen.

Ich habe also anzuraten, zunächst Auskunft zu erteilen und mit anwaltlicher Hilfe parallel dazu unter Beachtung weiterer Einzelheiten der damaligen ehelichen Situation und der nachehelichen Einkommensentwicklung Unterhaltsansprüche im Hinblick auf die gestiegene Eigenverantwortung und den Wegfall der Unterhaltsgarantie zu überprüfen und wohl zunächst abzulehnen. Sollte Ihre geschiedene Ehefrau tatsächlich weiterhin Unterhaltsansprüche geltend machen wollen, so sollten Sie sich nicht scheuen, eine gerichtliche Klärung unter dem Aspekt des neuen Unterhaltsrechtes herbeizuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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