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Nachnamenänderung

12.09.2015 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo zusammen,
mein unehelicher Sohn 15J lebt bei mir hatte zu Geburt meinen Nachnamen ich habe leider einer Änderung auf den Namen des Vater zugestimmt als das Kind 1 Jahr war. Kurz darauf trennten wir uns endgültig. Meine Tochter aus erster Ehe heißt(T) und ich (T) so habe ich eine öffentl. rechnliche Namensänderung versucht (als das Kind 7 war und in der Schule sich nur xxxx nannte und aufgrund dessen mit einer Lehrerin aneinander geriet) und wurde ohne Zustimmung des Vaters und mangels wichtigerm Grund abgelehnt. Mein Sohn hat jetzt den Vater noch einmal schriftlich darum gebeten und Vater hat schriftlich (einschreiben) bekundet, diese Zustimmung nun geben zu wollen.
Das Standesamt will den Namen NICHT ändern, weil kein wichtiger Grund vorliegt, da sich an der Sachlage von vor 6 Jahren nichts geändert hat.
Das Kind nennt und schreibt sich (T) es gab körperliche Auseinandersetzungen mit Aufenthalt im xxxx und ein Umgangspfleger hat den Kontakt für nicht förderlich erklärt. Der Vater hat sein Sohn seit drei Jahren nicht mehr gesehn und sich auch nicht gemeldet. Unterhalt hat er noch nie gezahlt. Der Name M.SCH ist in unserer Kleinstatt auch noch drei mal vorhanden. Der Junge hat sich so gefreut, dass es jetzt vielleicht doch gehen könnte und nun das Standesamt, dass den wichtigen Grund sehr genau nimmt. Habe ich eine andere Möglichkeit, außer Antrag zu stellen und ggf. eine Klage beim Verwltungsgericht zu führen ? Ich bin ganz traurig wenn ich dem Jungen eine entäuschende Mitteilung machen muss, das er bis zur evtl. Hochzeit diesen Namen beibehalten muss. Herzliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In Deutschland gilt der Grundsatz der Namenskontinuität, d. h. grundsätzlich soll ein einmal gewählter Familienname beibehalten werden. Der Familienname steht daher nicht zur Disposition der jeweiligen Person, eine Änderung ist also nicht einfach möglich, auch wenn sowohl Ihr Sohn, als auch der Vater zustimmen. Vielmehr knüpft Paragraph 3 Abs. 1 des NamÄndG die Änderung an das Vorliegen eines wichtigen Grundes. An einen wichtigen Grund werden relativ hohe Anforderungen gestellt.

Die zum NamÄndG erlassene Verwaltungsvorschrift (NamÄndVwV) konkretisiert einige Fälle, in denen das Interesse des Betroffenen an der Namensänderung das öffentliche Interesse an der Namensfortführung überwiegt. Insbesondere nach Nr. 40 NamÄndVwV können Namensänderungen zum Wohl des Kindes gerechtfertigt sein.

Formal bleibt Ihnen keine andere Möglichkeit, als entweder gegen die Ablehnung der Namensänderung mit Rechtsmitteln vorzugehen oder in Zukunft einen neuen Antrag zu stellen. In beiden Fällen sollten Sie, evtl. unter Zuhilfenahme anwaltlicher Hilfe, anhand der Vorgaben der NamÄndVwV eine schlüssige Argumentation zugunsten der Namensänderung aufbauen. Je mehr Sie hierzu fundiert vortragen, desto schwieriger wird es für die Behörde, den Antrag abzulehnen. Denn grundsätzlich sind alle Argumente aus Ihrem Antrag von der Behörde zu würdigen und gegen das öffentliche Interesse abzuwägen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 13.09.2015 | 14:22

Wo kann ich diese evtl. nachlesen ? Die zum NamÄndG erlassene Verwaltungsvorschrift (NamÄndVwV) konkretisiert einige Fälle, in denen das Interesse des Betroffenen an der Namensänderung das öffentliche Interesse an der Namensfortführung überwiegt. Insbesondere nach Nr. 40 NamÄndVwV können Namensänderungen zum Wohl des Kindes gerechtfertigt sein.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.09.2015 | 18:05

Die Verwaltungsvorschrift finden Sie hier im Internet:

http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_11081980_VII31331317.htm

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