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Nachnahme Fehler bei Händler

01.08.2015 03:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Privatperson bestellt bei Online Händler einen Artikel (bewegliche Sache) im Wert von ca 300 Euro. Als Zahlungsart wird Nachnahme gewählt. 4 Tage später Lieferung aber Postbote kassiert kein Geld. Paket wurde angenommen. Rechnung liegt bei mit dem Vermerk bezahlt via Nachnahme.30 Tage später meldet sich Verkäufer und möchte den Betrag in Höhe von 300 überwiesen haben.Der Händler gibt via email zu, dass seine Firma(Versandabteilung) einen Fehler gemacht hat und das Paket nicht als Nachnahme deklariert hat. Somit liegt der Fehler nicht bei der Post. Das Paket wurde normal übergeben mit Unterschrift. Der Händler hat in seinen AGBs keinen Eigentumsvorbehalt

Frage

1. Ist hier überhaupt ein Vertrag zustande gekommen?
2.Gibt es eine Möglichkeit die Forderung abzuwenden und die Ware zu behalten?
3. Ist die Rechtslage nicht so das ich die Ware behalten kann da Händler keinen Eigentumsvorbehalt in den AGB s hat?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Vertrag ist bereits vorab online zustande gekommen.

Die Auslieferung und ein Fehler bei der Versandart haben auf die Wirksamkeit des Vertrages keinen Einfluss.

Sie sind durch die Übergabe auch Eigentümer geworden. Die Zahlung des Kaufpreises und der Eigentumsübergang sind juristisch zwei völlig getrennt zu betrachtene Situation.

Auch ohne Zahlung sind Sie also tatsächlich Eigentümer geworden.

Aber der Händler hat einen Zahlungsanspruch gegen Sie, den er auch gerichtlich durchsetzen könnte.

Unabhängig von der moralischen Frage der Zahlung, ist durch diesen Fehler bei der Versandart der Zahlungsanspruch nicht untergegangen, sondern besteht weiterhin nach § 433 BGB.

Zahlen Sie also lieber, bevor Sie zu Recht und mit Erfolg auf Zahlung verklagt werden. Denn dann wird es noch teurer.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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