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Nachnahme


| 18.05.2006 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Sabine Meier. Mein Mädchenname lautet Müller.
Bei der Heirat vor 10 Jahren habe ich den Namen meines Mannes STROBL angenommen.

Ich bin in unserer Firma im leitenden Bereich tätig.
Da es sich um eine kleine Firma handelt, macht es aus vertriebstechnischen Gründen oft keinen guten Eindruck, wenn "Frau Meier" Vertriebsansprechpartner, "Herr Meier" Technischer Ansprechpartner ist.
Daher wäre es oftmals sinnvoll, mit meinem Mädchennamen aufzutreten.
1. Darf ich das rein rechtlich, obwohl ich den Namen Meier angenommen habe? Wie sieht es mit der Unterschrift rechtsgültiger Dokumente aus?
2. Würde es Sinn machen, auf einen Doppelnamen "Müller-Meier" umzusteigen? Kann ich dann neben dem Doppelnamen sowohl Müller als auch Meier alleine verwenden?
3. Gibt es Alternativen?

Mit der Bitte um baldmögliche Beantwortung meiner Fragen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Sabine Meier

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung wie folgt summarisch beantworten möchte:


bedauerlicherweise muss ich Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen gewünschte Regelung nicht erreicht werden kann. Der einmal gewählte Ehename kann während der Ehe nicht mehr geändert werden.

Um Ihren Mädchennamen zurückzuerlangen, müßten Sie sich zunächst scheiden lassen, dann den Geburtsnamen wieder annehmen und dann wieder - unter Beibehaltung des Ehenamens - heiraten.

Das deutsche Namensrecht ist im BGB abschließend geregelt. Eine Namensänderung ist unter ganz strengen Voraussetzungen und nur ganz ausnahmsweise möglich, um Unzumutbarkeiten im Einzelfall zu beseitigen, wenn Ihr Name etwa ein Schimpfwort oder der eines deutschen Diktators. Dass Ihr Unternehmen nicht sofort als Familienbetrieb erkannt werden soll, ist kein derartiger Ausnahmegrund.

Dann dürften Sie aber auch keine andere Möglichkeit haben, den angestrebten Namen zu erreichen, was aber über den oben beschriebenen Weg machbar wäre.

Sie sehen, dass Sie an Ihren Namen gebunden sind. Deshalb rate ich Ihnen auch dringend davon ab, im Rechtsverkehr unter anderem Namen aufzutreten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt




Anhang

§ 1355 BGB
(1) Die Ehegatten sollen einen gemeinsamen Familiennamen
(Ehenamen) bestimmen. Die Ehegatten führen den von ihnen
bestimmten Ehenamen. Bestimmen die Ehegatten keinen Ehenamen,
so führen sie ihren zur Zeit der Eheschließung geführten Namen
auch nach der Eheschließung.

(2) Zum Ehenamen können die Ehegatten durch Erklärung gegenüber
dem Standesbeamten den Geburtsnamen des Mannes oder den
Geburtsnamen der Frau bestimmen.

(3) Die Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens erfolgt bei der Eheschließung. Wird die Erklärung später abgegeben, so muss sie öffentlich beglaubigt werden.

(4) Ein Ehegatte, dessen Geburtsname nicht Ehename wird, kann
durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten dem Ehenamen
seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die
Bestimmung des Ehenamens geführten Namen voranstellen oder
anfügen. Dies gilt nicht, wenn der Ehename aus mehreren Namen
besteht. Besteht der Name eines Ehegatten aus mehreren Namen,
so kann nur einer dieser Namen hinzugefügt werden. Die
Erklärung kann gegenüber dem Standesbeamten widerrufen werden;
in diesem Fall ist eine erneute Erklärung nach Satz 1 nicht
zulässig. Die Erklärung und der Widerruf müssen öffentlich
beglaubigt werden.

(5) Der verwitwete oder geschiedene Ehegatte behält den
Ehenamen. Er kann durch Erklärung gegenüber dem Standesbeamten
seinen Geburtsnamen oder den Namen wieder annehmen, den er bis
zur Bestimmung des Ehenamens geführt hat, oder seinen
Geburtsnamen dem Ehenamen voranstellen oder anfügen. Absatz 4
gilt entsprechend.

(6) Geburtsname ist der Name, der in die Geburtsurkunde eines
Ehegatten zum Zeitpunkt der Erklärung gegenüber dem
Standesbeamten einzutragen ist.
Bewertung des Fragestellers |


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