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Nachmieter wegen Arbeitsaufnahme im Ausland


06.07.2005 13:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Nach schwerer Krankheit habe ich meinemn Job verloren. Um nicht Arbeitslos zu sein nahm ich einen Job in Holland an. Dort habe ich auch eine Wohnung bekommen. Ich redete mit meinem Vermieter erklärte ihm die ganze Situation und er war damit einverstanden das wir Ende Juli auziehen können .Wir haben dann Anoncen geschaltet und auch mehrere Nachmieter gehabt die zum 01.08.05 das Haus gerne übernommen hätten. Wir übergaben dem Vermieter die Namen und Telefonnummern doch er hatte sich über 1 Woche nicht drum gekümmert die Leute anzurufen und zu sich zu bestellen. Nach 1,5 Wochen meinte er jetzt zu mir die Telefonummern wären angeblich nicht richtig oder die Leute wüßten nichts davon oder der Name wär nicht bekannt. Ich rief diese Leute auch noch mal an und sie sagten mir das er sich gestern erst bei Ihnen gemeldet hätte und sie mittlerweile was andres gefunden hätten.
Der Vermieter teilte mir auch mit das er eine neue Anzeige schalten würde und die Leute dann am 16.07.05 zu sich bestellen würde nun sind wir an diesem Wochenende nicht da kann er ohne unsere Zustimmung in die Wohnung und den 01.08.05 können wir dann ja wohl auch vergessen oder gibt es da eine Möglichkeit?Gilt eine mündliche Vereinbarung nicht obwohl er doch meinte auf sein Wort kann man sich verlassen?
Ich habe leider nicht das Geld 2 Monatmieten zu begleichen.Nach meiner Krankheit bin ich froh überhaupt wieder einen Job in meinem Alter bekommen zu haben.Was kann ich machen?
Vielen Dank im voraus für Ihre Mühe
Wolters
RechtGuten Tag,

nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt gehe ich zunächst davon aus, dass Sie bereits die ordentliche, fristgemäße Kündigung des Mietverhältnisses schriftlich ausgesprochen haben.
Wenn nicht, sollten Sie dies vorsorglich dringend nachholen.
Wenn Sie noch im Juli kündigen wirkt Ihre Kündigung zum 31.10.2005.

Sie haben jedoch mündlich mit Ihrem Vermieter einen sog. Aufhebungsvertrag zum 01.08.2005 geschlossen, der ebenfalls gültig ist. Das Problem wird nur sein, ob Sie diese mündliche Abrede auch beweisen können. Es müßten also Zeugen bei diesem Gespräch dabei gewesen sein, die nicht Partei des Mietvertrages sind.

Wenn Sie dies nicht beweisen können und der Vermieter eine mündliche Abrede abstreitet, könnte man ggfls noch über einen Verstoss des Vermieters gegen seine Schadenminderungspflicht nachdenken, da er potentielle Mieter zu spät kontaktiert hat. Hier müssten Sie aber wiederum Beweisen, dass einer von den Interessenten auch tatsächlich das Haus angemietet hätte, falls er rechtzeitig mit dem Vermieter Kontakt gehabt hätte.

Es wäre daher ratsam, wenn Sie für den Fall Ihrer Abwesenheit bei Freunden oder Bekannten einen Schlüssel deponieren, damit der Vermieter die Wohnung besichtigen kann.

Zusätzlich sollten Sie noch versuchen, die mündliche Aufhebungsabrede noch irgendwie schriftlich fixiert zu bekommen.

Falls noch Fragen sind, können Sie mich gerne kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Wolters
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.07.2005 | 13:52

DDie Kündigung haben wir unserem Vermieter persönlich und schriftlich überreicht sie läuft Ende September aus.
Ich möchte ungern fremde Leute durch meine Wohnung laufen lassen wenn ich nicht da bin und außerdem hat unser Vermieter einen Schlüssel den er auch schon mal benutzte obwohl wir nicht da waren (wir kamen gerade da verließ er unser Haus) er hat uns nicht bemerkt und wir wollten auch kein Theater deswegen haben wir auch nichts gesagt.
Nun sind wir aber von Freitag an weg bis Sonntag.
Es kann ja nicht sein das er sich dann darin austoben kann oder?Eigentlich wolln wir kein Ärger mit Ihm aber es geht wohl leider nicht ohne.
Von den Leuten würde ich auch schriftlich bekommen wann er sich erst gemeldet hat.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.07.2005 | 14:04

Auf Ihre Nachfrage noch folgendes:

Natürlich darf der Vermieter ohne Ihre Zustimmung die Wohnung nicht betreten.
Sollte er dies dennoch tun, können Sie nach einem Urteil des Landgerichts Berlin, veröffentlicht in WM 1999, Seite 332 sogar das Mietverhältnis fristlos kündigen. Vielleicht die Lösung für Ihr Problem?

Ansonsten können Sie nur den streitigen Weg gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Wolters
Rechtsanwalt

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