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Nachlasswert einer Auflassungsvormerkung


03.02.2018 16:26 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Erbrecht bei gesetzlicher Erbfolge und Zugewinngemeinschaft neben der Stieftochter beziehungsweise Tochter der verstorbenen Ehefrau


Meine Ehefrau ist nach gemeinsamer Unterzeichnung eines Bauträgervertrages und Darlehensvertrages während der Bauphase verstorben. Eine Eigentumsübertragung hat noch nicht stattgefunden. Im Grundbuch steht die Auflassungsvormerkung (je zur Hälfte für mich und meine Frau), sowie die Grundschuld gesamtschuldnerisch. Zugewinngemeinschaft, sowie gesetzliche Erbfolge. Sie hat eine minderjährige Tochter (=meine Stieftochter), mit der ich bzgl. des Nachlasses in einer Erbengemeinschaft bin. Für eine Erbauseinandersetzung im Innenverhältnis: Wie berechnet sich die Höhe des Nachlasses der Immobilie? Kann man grob sagen, der Nachlass besteht aus der Hälfte der bis zum Todestag bereits bezahlten Rechnungen an den Bauträger, abzgl. der Hälfte des bereits ausgezahlten Darlehens, abzgl. der Hälfte der Erwerbsnebenkosten? Das Haus wird mit meinem Eigenkapital sowie dem restlichen noch nicht ausbezahlten Darlehen fertig gebaut. Das Darlehen wird durch mich alleine getilgt. Für eine Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft durch z.B. Erbteilübertragung auf mich, bzw. Schichtung: Kann man im Innenverhältnis sagen, nach Anrechnung des Zugewinnausgleichs, dass auf die Stieftochter hiermit 25% der bis zum Todestag bezahlten Rechnungen, abzgl. 25% des bereits ausgezahlten Darlehens, abzgl. 25% der bezahlten Erwerbsnebenkosten fallen?

Einsatz editiert am 03.02.2018 20:29:33
03.02.2018 | 21:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid ausdrücken.

Zur Sache ist folgendes festzuhalten:

Der Nachlass besteht aus allen Aktiva und Passiva, also aus allen Rechten und Pflichten beziehungsweise vermögenswerten Rechten und Forderungen gegen den Erblasser. Das ist dann gegenüberzustellen und der Nachlass zu ermitteln.

Bei einer Immobilie gelten keine Besonderheiten, da ist der gängige Marktpreis anzusetzen beziehungsweise dieser zu schätzen und das zu bewerten.

Der Kaufpreis und der zu erzielende Kaufpreis sind die Ansatzpunkte, solange man nicht auf ein Sachverständigengutachten zurückgreifen will, was von mit Erben oder Pflichtteilsberechtigung verlangt werden könnte.

Das, was Sie genannt haben, könnte ungefähr hinkommen, kann aber hier leider nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden. Vielen Dank für die Verständnis, ich kenne leider die sämtlichen Einzelfallumstände nicht, ohne deren Kenntnis das nicht abschließend bewertet werden kann.

Sie bilden eine Erbengemeinschaft mit der Stieftochter, das ist richtig.

Bei gesetzlicher Erbfolge und Zugewinngemeinschaft gilt allerdings in der Tat folgendes:

Sie erben neben Kindern Ihrer Ehefrau zwar nur zu einem Viertel, aber durch den Zugewinnausgleich beim Versterben eines Ehegatten erben Sie noch ein weiteres Viertel, ohne dass es darauf ankommt, ob ein Zugewinn erzielt worden ist oder nicht.

Dann sind es 25 %, wobei wie gesagt das nicht genau abschließend eingeschätzt werden kann, siehe oben, das hängt von zu vielen anderen Faktoren und allen Einzelfallumstände ab.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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