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Nachlassverzeichnis durch Erben

06.06.2018 14:49 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


In einem Erbvertrag ist geregelt, dass der Erbe die zum Nachlass gehörende Immobilie behalten darf. Der Wert des übrigen Vermögens soll abzüglich der Nachlassverbindlichkeiten an den Vermächtnisnhemer ausbezahlt werden. Der Erbe erteilt jedoch nicht ausreichend Auskunft über die Vermögenswerte und erstellt auch kein ausreichendes Nachlassverzeichnis. Diesbezüglich habe ich folgende Fragen:

1. Hat der Vermächtnisnehmer das Recht vom Erben ein Nachlassverzeichnis zu verlangen?

2. Falls ja, welche gerichtlichen Möglichkeiten bestehen. Kann der Vermächtnisnehmer aus den vorhandenen Unterlagen ein Nachlassverzeichnis erstellt und dann den Erben auf Zahlung verklagen? Falls ja, wie genau müsste man die Positionen nachweisen (Dies ist für den Vermächtnisnehmer schwer).

3. Oder sollte zunächst die Erstellung eines Nachlassverzeichnisses eingeklagt werden?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Das Gesetz kennt neben dem Recht, vom Erben den vermachten Gegenstand zu fordern (§ 2174 BGB) keinen die Erstellung eines Nachlassverzeichnisses begründenden expliziten Auskunftsanspruch des Vermächtnisnehmers.

Allerdings kann sich aus § 242 BGB eine entsprechende Pflicht ergeben, wenn die Auskunft für die Sicherstellung der Ansprüche des Bedachten erforderlich ist, auch kann das Auskunftsrecht mitvermacht sein (vgl. Weidlich in Palandt, Kommentar zum BGB, 77. Auflage 2018, § 2174 Rn 9).

Zunächst ist zu prüfen, ob hier der Anwendungsbereich des § 242 BGB eröffnet ist. Sollte dies der Fall sein, wäre die Auskunft zunächst außergerichtlich einzufordern und erst bei Nichterstattung einzuklagen. Erst nach Auskunft erscheint die Geltendmachung des Zahlungsanspruchs sinnvoll. Auch ist zu prüfen, ob ein komplettes Nachlassverzeichnis erstellt werden muss oder bereits geringere Angaben zur Erfüllung des Vermächtnisses ausreichend sind.

Eine abschließende Beurteilung ist erst in Kenntnis aller Details Ihres Falles, insbesondere des Testamentes, möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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