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Nachlassverzeichnis Wohnrecht auf LZ und Vermächtnis an Sohn


| 14.11.2016 18:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik



Guten Tag,

Erblasser hat seine drei Geschwister als Erben eingesetzt, jedoch den einzigen Sohn enterbt und nur mit Vermächtnis bedacht (mit 1/2 Eigentumswohnung, da die andere Hälfte ihm durch Tod des anderen Elternteils bereits gehörte) Das Erbe umfasst ein Mehrfam.-Haus mit 3 Eigentumswohnungen. Whg.-A lt. Testament Vermächtnis mit Wohnrecht auf Lebenszeit belegt worden (ehem. Partner 56 J.), Wohnung-B gehört nun komplett dem Sohn, Whg-C erhalten die drei Erben.
Nun macht der Sohn sein Pflichteilsanspruch geltend, da er davon ausgeht das sein Vermächtnis zu gering ist
wo werden diese Posten aufgelistet was bei aktiva und was bei passiva eingetragen? geht die halbe Wohnung durch Pflichteilsanspruch und Ablehnung des Vermächtnisses nun in aktiva der Erben über und wie behandelt man das Wohnrecht und kann der Sohn in der halben Wohnung weiter leben mit Miete oder muss man ihn auszahlen oder darf er Wohnung und Pflichtteil geltend machen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zum Nachlass gehören sowohl das Vermögen als auch die Schulden des Erblassers.

Zunächst ist der Wert der Wohnungen zu ermitteln. Sowohl diese, als auch sonstige Vermögenswerte sind in Aktiva einzustellen. Die Nachlassschulden - Forderungen Dritter, Beerdigungskosten und das lebenslange Wohnrecht sind in Passiva einzustellen.
Der Wert des Wohnrecht richtet sich sowohl nach dem Alter des Vermächtnisnehmers dem das Wohnrecht eingeräumt worden ist, als auch nach der üblichen Jahreskaltmiete für vergleichbare Wohnungen.
Bsp.: ist der Partner 56 Jahre alt und männlich, so beträgt seine Lebenserwartung weitere 24,54 Jahre, hieraus ergibt sich ein Kapitalwert von 13,661. Die Jahreskaltmiete für vergleichbare Wohnungen beträgt (500€x12Monate) 6.000 €.
Daher ergibt sich ein Wert für das lebenslange Wohnrecht i.H.v. 81,966 € (13,661x6.000€). Dieser Wert ist in Passiva einzustellen.
Ihren Fall können Sie anhand der folgenden Tabelle
http://www.urbs.de/zahlen/change.htm?lohn6.htm
konkret ausrechnen.

Die aufzuteilende Erbmasse ist das, was nach Abzug der Schulden und des Vermächtnisses verblieben ist.
Wenn der Sohn das einzige Kind des Erblassers war, so ist er sein einziger gesetzlicher Erbe. Durch die Enterbung steht dem Sohn die Hälfte seines gesetzlichen Erbanspruchs zu. D.h. er ist zu 1/2 Erbe. Die andere Hälfte müssen die drei Geschwister untereinander aufteilen. Der Sohn kann allerdings nicht das Vermächtnis annehmen und gleichzeitig auf seinem Pflichtteilsanspruch beharren.

Die Hälfte der Mietzahlungen des Sohnes fließen vorerst der Erbengemeinschaft zu und werden nach der jeweiligen Quotierung aufgeteilt (1/2 - Sohn, 1/6 je Geschwister).

Wie die Aufteilung der Erbmasse vorgenommen wird müssen Sie als Erbengemeinschaft entscheiden. Es macht natürlich sind die andere Hälfte der Wohnung die ohnehin vom Sohn bewohnt wird an ihn gänzlich zu überschreiben. Im Hinblick auf den Rest werden Sie wohl kaum ohne Auszahlungen an einander auskommen.
Wenn bereits jetzt Streitigkeiten zu befürchten sind, so kann beim Nachlassgericht ein Antrag auf Bestimmung eines Nachlassverwalters gestellt werden.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2016 | 12:15

Vielen Dank habe nur zu den Beerdigungskosten noch eine frage sonst habe ich alles verstanden..
bei den Kosten zur Beerdigung kann ich wie bei der Erbschaftssteuer einen Pauschbetrag angeben oder muss es der tatsächliche wert sein anhand von Belegen muss im Nachlassverzeichnis generell alles durch Belege dokumentiert werden... hoffe das gilt als nachfrage vielen Dank!
liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2016 | 13:00

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

es ist ratsam die Ausgaben für die Beerdigung anhand von Belegen zu dokumentieren. Eine andere Vorgehensweise können Sie mit der Erbengemeinschaft absprechen. Wenn diese mit pauschalen Angaben im Hinblick auf die Beerdigungskosten einverstanden sind, so ist auch diese Methode geeignet. Um Streitigkeiten im Hinblick auf die Höhe der Verbindlichkeiten zu vermeiden, rate ich zur Aufbewahrung von Belegen.

viele Grüße
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 17.11.2016 | 11:59


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FRAGESTELLER 17.11.2016 5/5.0
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