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Nachlassverzeichnis - Wie schätzt man Nachlass-Verbindlichkeiten?

17.02.2008 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


www.ra-block.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=19

Im Zusammenhang mit einem Todesfall ist ein Nachlassverzeichnis zu erstellen. Das Formblatt des Nachlassgerichts gibt unter Nachlassverbindlkeiten folgende Position an:

Beerdigungskosten:
(ohne Grabstein und Grabpflege)

Dann gibt es noch die Position Vermächtnisse, Pflichtteilsrechte und Auflagen:

Die weiteren Positionen betreffen noch Verbindlichkeiten, die schon vor dem Tod bestanden haben:

Frage: o.a. Internetseite entnehme ich, dass auch der Grabstein Nachlasspassiva darstellt. Die Kosten für den Grabstein stehen derzeit noch nicht fest. Muß hier dann nicht ein Schätzwert im Verzeichnis eingesetzt werden? Aufgrund des Vordrucks des Nachlassgerichts müßte man hier eigentlich annehmen, dass die (geschätzten) Kosten für den Grabstein gar nicht anzugeben sind.
Aufgrund der o.a. Rechtsprechung vermute ich aber, dass auch die Kosten für den Grabstein Nachlasspassiva darstellen. Die Kosten des Grabstein, kann ich allerdings derzeit nur schätzen. Das Nachlassgericht berechnet ja die Gebühren für den Erbschein aus dem Nettovermögen (Aktiva ./. Passiva)

Sind die Gebühren der Gemeinde (Gebührenbescheid Friedhofs- und Beerdigungkosten), die Kosten für die Todesanzeige und die Danksagung in den hiesigen Tageszeitungen, die Bewirtungskosten anlässlich der Beerdigung, die Kosten für das Bestattungsunternehmen und die Kosten für die vom Krankenhaus ausgestellte Todesbescheinigung zusammengefaßt unter Beerdigungskosten im Nachlaßverzeichnis anzugeben. Anzumerken ist, dass eine weitere Position für Nachlass-Verbindlichkeiten, die sich erst mit dem Tod bzw. nach dem Tod ergeben haben, in dem Formvordruck des Nachlassgerichts nicht existiert (absehen von der Position Vermächtnisse, Pflichtteilsrechte und Auflage, die hier aber nicht relevant ist)

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören gemäß § 1967 BGB außer den vom Erblasser herrührenden Schulden die den Erben als solchen treffenden Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen.

Beerdigungskosten sind die Kosten für Bestatter und Grab, einer üblichen kirchlichen und bürgerlichen Feier sowie des Grabsteins und der Erstanlage der Grabstätte, allerdings nicht die Mehrkosten für ein Doppelgrab. Weiterhin zählen zu den Beerdigungskosten die Ausgaben für Trauerkleidung, Todesanzeigen und Danksagungen.

Diese Beerdigungskosten sind, sofern sie angefallen sind, Nachlassverbindlichkeiten.

Sofern der Grabberechtigte Erbe ist, fallen die Grabpflegekosten auch unter die Nachlassverbindlichkeiten.

Sofern Ihnen die Kosten für den Grabstein noch nicht bekannt sind, sollten Sie sich einen konkreten Kostenvoranschlag erstellen lassen und dem Formular beifügen.

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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