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Nachlassverzeichnis: Informationen zu fiktivem Nachlass

| 18.02.2016 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


17:52
Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Tod meines Vaters habe ich von einem weiteren Abkömmling meines Vaters erfahren, der nun ebenfalls erbberechtigt ist und mir gegenüber Auskunft über den Nachlass meines Vaters verlangt. Ich war Betreuer, Pflegeperson und Kontobevollmächtigter meines Vaters und habe auch Kontobewegungen auf dem Konto meines Vaters durchgeführt. Wie weit gehen nun meine Auskunftspflichten gegenüber meinem 'Bruder' betreffend diese Kontobewegungen im Nachlassverzeichnis? Muss ich Überweisungen und Abhebungen rückwirkend auflisten und rechtfertigen? Sind diese als 'Schenkungen' anzusehen? Für die Gründe all dieser Kontobewegungen bzw. Abhebungen fehlen mir nun Belege, weil ich niemals einen Grund sah, einer dritten Person gegenüber die Nutzung meiner Vollmachten gegenüber zu rechtfertigen. Meine Aufwendungen für Pflegeleistungen habe ich nicht dokumentiert, auch nicht die Aufwendungen für die komplette Wohnungsauflösung. Wie soll ich am besten verfahren?
18.02.2016 | 16:40

Antwort

von


(2272)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

Wie weit gehen nun meine Auskunftspflichten gegenüber meinem 'Bruder' betreffend diese Kontobewegungen im Nachlassverzeichnis?

Die Auskunftspflichten gehen allerdings nur so weit, als Sie den Kontostand zum Zeitpunkt des Todes angeben müssen. Sie sind darüber hinaus nicht verpflichtet, Kontoauszüge vorzulegen, geschweige denn einzelne Abbuchungen zu rechtfertigen.

Ob diese Abbuchungen allerdings als Schenkungen anzusehen sind, darf bezweifelt werden, wenn diese nicht aufklärbar sind und auch die Abbuchung selbst von Ihnen getätigt worden sind. Es müsste hierüber dann eine weitere Erklärung des Erblassers vorliegen, dass er Ihnen diese Beträge geschenkt hat.

"Wie soll ich am besten verfahren?"

Fertigen Sie eine Liste des Nachlasses an, Aktiva und Passiva getrennt, wobei der Zeitpunkt des Todes maßgeblich ist und übersenden diese Aufstellung dann fristgerecht per Einwurf-Einschreiben an die Gegenseite.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 18.02.2016 | 16:57

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

haben sie herzlichen Dank für die rasche Beantwortung meiner Frage!

Ich habe bereits diverse Urteile zum Erbrecht bzw. den Auskunftspflichten im Internet durchgelesen,
die vom Sachverhalt nicht völlig gleichartig gelagert waren, aber im Tenor ergab sich für mich dennoch
der Eindruck, dass meine Auskunftspflichten sehr weit gehen würden; zumal verlangt die Gegenseite
eine Auflistung von 'Schenkungen' an mich durch meinen Vater während der letzten 10 Jahre vor seinem
Tod. Aufgrund der eidesstattlichen Versicherung über die Richtigkeit meiner Angaben, will ich da keine
Fehler machen.

Erlauben Sie mir eine kurze Nachfrage, um sicherzustellen, dass ich alles richtig verstanden habe: nach
Ihrer Meinung muss ich also weder Einzelheiten (Höhe der Beträge; Zweck der Abbuchungen) über die Verfügungen über das Konto meines Vaters in meiner Auskunft an den Miterben erwähnen, noch muss ich irgendwelche Belege dazu anbieten? Es geht lediglich um den Stand des Vermögens am Todestag?

Vielen Dank vorab für Ihr Angebot! Ich komme im Falle des Falles gerne darauf zurück!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.02.2016 | 17:52

Sehr geehrter Fragesteller,

sämtliche Schenkungen, die in den letzten 10 Jahren an Sie gemacht wurden, sind ebenfalls von Ihnen zu bezeichnen. Wie bereits gesagt, sind damit aber nicht die Abbuchungen vom Konto gemeint.

Die eidesstattliche Versicherung brauchen Sie auch nur dann zu unterschreiben, wenn ernsthafte Zweifel bestehen. Davor sind Sie dazu nicht verpflichtet (§ 260 BGB).
Es reicht dabei aus, dass Sie die Zahlen nennen, Kontoauszüge brauchen sie nicht vorzulegen, schon gar nicht, wenn

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.02.2016 | 17:01

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"mein Eindruck ist, dass die Antwort sehr genau auf meine Frage zugeschnitten ist!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.02.2016
5/5,0

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