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Nachlassvauflösung

| 05.11.2008 08:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
gibt es bei Erbengemeinschaft die Möglichkeit Kosten für die Abwicklung, Haushaltsauflösung, Wohnungsentrümpelung, erhebliche
Fahrtkosten, höhe der Fahrtkosten z.B. und künftige Grabpflege abzuziehen.

Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Gemäß § 1967 BGB: Erbenhaftung, Nachlassverbindlichkeiten haftet der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten. Bei einer Erbengemeinschaft dementsprechend diese.
Es kommt also entscheidend darauf an, ob es sich bei den anfallenden Kosten um Nachlassverbindlichkeiten, also Erblasser- und Erbfallschulden, handelt.

Erblasserschulden sind solche Verbindlichkeiten, die der Erblasser noch zu Lebzeiten eingegangen ist, z. B. Miet- und Kaufverträge.
Erbfallschulden hingegen sind Verbindlichkeiten, die aufgrund des Erbfalls entstanden sind. Das können Pflichtteilsansprüche, Vermächtnisansprüche, Zugewinnausgleichsansprüche des überlebenden Ehegatten, Beerdigungskosten, Dreißigster oder auch die Erbschaftsteuer sein.
Außerdem fallen hierunter auch die Kosten, die durch die Erbschaftsverwaltung entstehen. Also Verbindlichkeiten, die aus der Verwaltung und der Abwicklung des Nachlasses in der Person des Erben entstehen, z. B. Kosten für Testamentseröffnung, Testamentsvollstreckung, Nachlassverwaltung und Nachlasspflegschaft. Aber auch, wenn die Erbengemeinschaft im Rahmen der Nachlassverwaltung beispielsweise einen Handwerker beauftragt, um ein im Nachlass befindliches Haus reparieren zu lassen.

Die Kostentragungspflicht für Beerdigungskosten ist explizit im § 1968 BGB: Beerdigungskosten geregelt. Hiernach hat die Erbengemeinschaft die Kosten für Bestattung, Grab, Grabstein und die Erstanlage der Grabstätte zu tragen. Nicht hierzu zählen jedoch die Reisekosten von Angehörigen zum Beerdigungsort oder die Kosten für die Trauerkleidung (<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGH%2032,%2072" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 19.02.1960 - VI ZR 30/59: Ersatzfähigkeit der Reisekosten eines Angehörigen zur Beerdigung">BGH 32, 72</a>).

Diese Kosten können also, werden sie von jemandem übernommen, der nicht Erbe ist, von der Erbengemeinschaft gefordert werden.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)



Rückfrage vom Fragesteller 07.11.2008 | 17:14

Sehr geehrte Frau Anwältin, Kerstin Götten.
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort auf meine Fragen. Eines ist für
mich aber noch nicht ganz klar Ersicht. Meine Frage wäre, darf ein Mit-
erbe der Erbengemeinscharft die Kosten für fahrten die durch dieAbwicklung des Nachlasses, über 600km, entstanden sind. Wie hoch ist das Kilometergeld pro zu berechnen.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.11.2008 | 09:38

Sehr geehrter Fragesteller,

solange die Fahrten für die Verwaltung und Erhaltung des Nachlasses (bzw. von Nachlassgegenständen) dienten, so sind sie von der Erbengemeinschaft zu ersetzen. Zur ordnungsgemäßen Verwaltung gehört auch die Abwicklung des Nachlasses. Somit müssen notwendige Fahrtkosten von der Erbengemeinschaft ersetzt werden.
Üblicherweise sind hier 0,30 €/km anzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 07.11.2008 | 17:22

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Die Anwältin hat sehr ausführlich und freundlich geantwortet. Ich habe aber noch eine Frage, die ich vielleicht nicht richtig gestellt habe, hoffe aber in der Nachfragemöglichkeit eine Antwort zu bekommen.

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