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Nachlasskontoverfügung bei Gesamthandsgemeinschaft

23.11.2009 00:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Wir sind nach dem Tod der Mutter eine Erbengemeinschaft von drei Geschwistern. Für eine Enkelin - meine Tochter - hatte die Oma einen monatlichen Dauerauftrag von 100,- € eingerichtet - da sie sie gern hatte, drei Kinder hat und ihr Mann nicht allzu viel verdient.
Obwohl wir nach dem Tod der Mutter eine Gesamthandsgemeinschaft bilden und eigentlich nur zusammen bei der Bank verfügen können, hat meine Schwester sofort den Dauerauftrag mit ihrer alleinigen Unterschrift bei der Bank sofort löschen lassen. Ist das ok?. Dann könnnte ich ja auch beispielsweise mit alleiniger Unterschrift das Geld vom Nachlass-Girokonto - ohne Zinsen - auf ein Tagesgeldkonto - mit Zinsen anweisen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich steht die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben gemeinschaftlich zu, § 2038 Abs. 1 BGB.
Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich sind.
Jedoch kann jeder Erbe die zur Erhaltung notwendigen Maßregeln ohne Mitwirkung der anderen treffen, § 2038 Abs. 1 Satz 2 BGB.

Dies gilt insbesondere für Maßnahmen, die der Erhaltung der Erbmasse dienen, so dass die Aufhebung des Dauerauftrages durch einen Miterben ohne Zustimmung der übrigen Erben, zulässig ist.

Zur Vornahme muss eine Notwendigkeit bestehen, bloße Nützlichkeit reicht nicht aus; es muss also bei Nichtvornahme dem Nachlass oder einzelnen seiner Gegenstände ein Schaden entstehen oder jedenfalls ernstlich drohen.

Maßgebend ist dafür eine objektive Betrachtung aus der Sicht eines vernünftig und wirtschaftlich denkenden Beobachters zurzeit der Handlung.

Dabei sind die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen sowie weiter, ob die ordnungsgemäße Verwaltung auch den Eingriff in das Recht der anderen Miterben verträgt, den Nachlass grundsätzlich gemeinsam verwalten zu können.

Unter Berücksichtigung dieser Kriterien ist das alleinige Handeln zulässig, da dies allein dem Erhalt der Erbmasse diente.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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