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Nachlassinsolvenz, steht mir Pflichtteil zu?

| 28.02.2011 10:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,
vor 1 1/2 Jahren habe ich ein mit hohen Schulden belastetes Erbe angetreten. Nun muss ich eventuell Nachlassinsolvenz beantragen. Meine Frage lautet: Steht mir für diesen Fall auch ein Pflichteil zu ? Da ich ja das Erbe als Alleinerbe angenommen habe, habe ich natürlich keinen Antrag auf einen Pflichtteil gestellt.
MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich ist es so, dass der gesamte Nachlass für die Nachlassschulden haftet. Es ist daher denkbar, dass nach Abzug der Nachlassschulden kein Nachlassvermögen mehr übrig bleibt,weder für den /die Erben noch für den/die Pflichtteilsberechtigten. Dennoch ist es so, dass die Stellung als Erbe bzw. als Pflichtteilsberechtigten dadurch nicht verloren geht.

Wenn Sie also die Nachlassinsolvenz beantragen sollten, so ändert sich an ihrer Stellung als Erbe dadurch nichts und sie werden deshalb auch nicht automatisch auf den Pflichtteil gesetzt.

Nachdem der Insolvenzverwalter die Verteilung nach dem vom Insolvenzgerichts genehmigten Verzeichnis vorgenommen hat, beschließt das Insolvenzgericht nach Abhaltung des Termins oder nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans die Aufhebung des Verfahrens, §§ 197 , 200 , 258 InsO (Insolvenzordnung).

Mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens erlangt der Erbe die Verwaltung und Verfügungsmacht über die Insolvenzmasse zurück.

Etwaige Gläubiger können sich, wenn sie ihre Forderung nicht angemeldet hatten oder ihre bestrittenen Forderungen nicht feststellen ließen, nach Abschluss des Insolvenzverfahrens nicht mehr an den Erben halten, sondern nur noch beim Insolvenzgericht eine Nachtragsverteilung gemäß §§ 203 ff. InsO beantragen.

Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen zu lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 28.02.2011 | 11:02

Hallo,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe noch eine kurze Verständnisnachfragte:
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, stehe ich - da ich keinen Antrag auf einen Pflichtteil gestellt habe - nicht auf der Liste der Gläubiger und folglich steht mir der Pflichtsteilsbetrag nach Beginn eines Nachlassinsolvenzverfahrens nicht zu. Nachträglich kann ich als Erbe keinen Antrag auf einen Pflichtteil stellen. Ist das richtig?
Besten Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.02.2011 | 11:29

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die Frage kann ich so wahrscheinlich nicht vollständig beantworten, ohne den genauen Hintergrund zu kennen. Als Pflichtteilsberechtigter steht Ihnen ein Anspruch am Nachlassvermögen erst dann zu, wenn alle absonderungsberechtigten Gläubiger des Erblassers vorrangig befriedigt sind. Es ist also nicht so, wie ich Ihrer Frage entnehme, dass der Pflichtteilsberechtigte mit anderen Nachlassgläubigern in einer Liste aufgeführt ist um im Falle der Auszahlung einer Quote im gleichen Maße bedient zu werden wie die übrigen Nachlassgläubiger.

Erst wenn die - absonderungsberechtigten - Nachlassgläubiger vollständig befriedigt sind, kommen die Erben/Pflichtteilsberechtigten zum Zuge.

Nach der Ausschlagungsfrist von 6 Wochen haben Sie die Erbschaft unwiderruflich angenommen, sodass der Pflichtteil ausgeschlossen wäre. Nur im Falle der Anfechtung wegen Irrtums gem. §§ 119 , 1954 -1957 BGB wäre zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Ausschalgung möglich.

Ob die Voraussetzungen dafür allerdings hier vorliegen, kann ich aus Ihren Angaben so nicht beurteilen.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können und würde mich über eine gute Bewertung freuen, andernfalls müssten Sie sich einfach nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.02.2011 | 11:32

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