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Nachlassinsolvenz, Kann ich Frist verlängern?

| 06.06.2009 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Hallo, Mein Vater lebte in einer anderen Stadt und verunglückte vor ca 1 Jahr.(kein Testament) Erben sind ich und meine minderjährige Halbschwester. Die Lebensgefährtin schlug für meine Halbschwester aus beantragte aber keine Genehmigung. Mir sagte sie mein Vater habe hohe Schulden. Wollte mir aber nichts schriftliches geben was er hat und nicht. Der vom Finanzamt sagte mir, da würde ich doch nicht rannkommen ect. Ich wusste nur er hat immer gut verdient und war sehr verwundert. Auch sagte er meiner Mutter er wolle für mich eine Eigentumswhg kaufen. Ich hatte Angst Schulden zu erben und eröffnete Nachlassinsolvenz. Ein Wirtschaftsprüfer wurde beauftragt. Der schrieb einen Brief angeblich ein Gutachten er geht davon aus mangels freier Masse wird das Verfahren nicht erröffnet. Dann bekam ich einen Brief vom Gericht ich soll in 2 Wochen 2500 Euro Vorschuss zahlen sonst wird abgewiesen. Es liege wohl ein Grund für die Eröffnung vor. Ich habe weder ein richtiges Gutachten zu Gesicht bekommen, noch eine Vermögensaufstellung aktiva passiva beweglich unbeweglich. Ich weiß immer noch nicht ob meine Halbschwester das Erbe angenommen hat. Ich weiß nicht welcher Eröffnungsgrund vorliegt es gibt ja verschiedene. Ich weiß nicht ob nur ich die Insolvenz eröffnet hab und sie nicht. Meine Frage ist was ich jetzt machen soll. Habe kein Geld für Anwalt ect. ich brauche doch eine Übersicht über Alles um mich zu entscheiden. Falls die Insolvenzmasse später ausreicht, ist auch die Erstattung aus der Masse möglich. Das heisst ja eingentlich es könnte doch etwas da sein. Allerdings habe ich auch keine 2500 Euro. Kann ich die Frist verlängern und alle Infos verlangen ? Vielen Dank für Ihre Hilfe.


-- Einsatz geändert am 06.06.2009 18:18:05

06.06.2009 | 19:06

Antwort

von


(445)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne benatworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Natürlich können Sie das Gericht um Fristverlängerung bitten. In aller Regel wird das Gericht dem auch nachkommen, wenn die Aussicht besteht, dass durch die Fristverlängerung ein Kostenvorschuß erfolgen kann.

Fraglich ist jedoch im vorliegenden Fall, ob ein solcher Kostenvorschuss überhaupt Sinn macht. Wenn ein Gutachten vorliegt, wonach eine die Kosten des Insolvenzverfahrens deckende Masse nicht vorliegt, dann wird ein Insolvenzverfahren auch nicht mit dem Ergebnis enden, dass alle Gläubiger befriedigt werden und dann auch noch Übererlöse für Sie bleiben. Im Rahmen der Gutachtenerstellung müssen alle Aktiva und Passiva bewertet werden. Wenn danach noch nicht einmal Masse vorliegt, die die Kosten deckt, dann haben Sie aus einer solchen Erbschaft auch nichts zu erwarten und tun gut daran, Ihre Haftung zu beschränken. Dies erreichen Sie bei Ablehnung der Verfahrenseröffnung mangels Masse durch die Ihnen zustehende Dürftigkeitseinrede nach den §§ 1990 - 1992 BGB .

Sie sollten das Gutachten noch einmal genau überprüfen. Sollte es tatsächlich so sein, dass hier Vermögenswerte nciht aufgeführt sind, von denen Sie aber erwarten, dass Sie bestehen und wären zugleich die Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung dieser vermuteten Vermögenswerte leicht erfüllbar und bliebe dann sogar noch ein Überschuss, so sollten Sie unverzüglich recherchieren, ob es diese vermuteten Vermögenswerte tatsächlich noch gibt und ob Sie auch dem Nachlass zuzuordnen sind. Nur in diesem Ausnahmefall würde ein Kostenvorschuss tatsächlich Sinn machen.

Sie sollten alle Unterlagen die Sie haben dann einem Kollegen vorlegen und prüfen lassen, ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt. In der Regel ist dies nicht der Fall.


Bewertung des Fragestellers 06.06.2009 | 19:44

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