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Nachlassfolge


01.07.2007 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Hallo,

Folgendes Wissensdefizit möchte ich gerne bei mir schließen.

Mit meiner Frau (46), bin ich (47), seit 18 Jahren, Kinderlos, glücklich verheiratet. Wir sind s.g. „DINKIS“ (Double Incoming No Kids). Im Verlauf unsere ehe haben wir nicht unerhebliche Vermögenswerte aufgebaut. Immobilien, Spareinlagen, Versicherungen, etc. Wir leben in Zugewinngemeinschaft (Keine Gütertrennung.) In allen Fällen sind wir alleinberechtigt. Meine Frau ist Beamtin auf Lebenszeit. Ich bin als Arbeitnehmer im Angestelltenverhältnis tätig.

Meine Frau hat nach unserer Eheschließung, im Rahmen der vorweggenommenen Erbschaft, dass Baugrundstück von ihren Eltern erhalten. Im Grundbuchamt sind wir je zur Hälfte eingetragen.

Ca. 80% unserer Vermögenswerte wurden während unserer Ehe von mir beigebracht. Dies steht aber im Rahmen der Zugewinngemeinschaft wohl eh nicht zur Diskussion.

In Anbetracht unseres nicht mehr ganz Jugendlichen alters stellten wir uns die Frage, was geschieht eigentlich mit diesen Werten einmal.

Verhältnis meiner Frau zu lebenden Personen:
Leiblicher Vater, Leibliche Mutter, Bruder mit unehelicher Frau und Kind, Schwester mit ehelichen Mann und Kind. (Drei Ecken Verwandtschaft lasse ich hier unberücksichtig)

Verhältnis meinerseits zu lebenden Personen:
Schwiegervater, Schwiegermutter, einen Bruder, 2 Stiefgeschwister, 2 Halbgeschwister( Zu den Geschwistern besteht seit vielen Jahren kein Kontakt mehr)

Bis zum heutigen Zeitpunkt besteht unsererseits keine Nachlassregelung

Die Frage(n):

1. € 20,00 Wie sieht die Erbreihenfolge, Vermögensverteilung bei ableben meiner Frau aus?
2. € 20,00 Wie sieht die Erbreihenfolge, Vermögensverteilung bei meinem ableben aus ?
3. € 20,00 Wie sieht die Vermögensaufteilung im Fall einer Scheidung aus?


Vielen Dank für ihre Antwort

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Sehr geehrter Fragesteller,

die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge sind gesetzliche Erben zweiter Ordnung.

Ohne eine Nachlassregelung sieht die Erbfolge daher wie folgt aus:

1. Sie erben beim Ableben Ihrer Frau von deren Nachlass 3/4 (1/2 + ein zusätzliches 1/4 wg. der Zugewinngemeinschaft), der Vater und die Mutter Ihrer Frau erben jeweils 1/8 (§§ 1925 Abs. 1 und 2, 1931 Abs. 1 und 3, 1371 Abs. 1 BGB). Soweit ein Elternteil oder beide Elternteile Ihrer Frau dann auch nicht mehr leben sollten, treten an Stelle des jeweiligen Elternteils die Geschwister Ihrer Frau (1931 Abs. 3 BGB). Außer dem Erbteil erhalten Sie das Voraus nach § 1932 BGB (die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstücks sind, und die Hochzeitsgeschenke).

2. Ihre Frau erbt bei Ihrem Ableben neben dem Voraus 3/4 Ihres Nachlasses. Da Ihre Eltern nicht mehr leben, teilen sich 1/8 die anderen Kinder Ihrer Mutter. Ebenfalls 1/8 teilen sich die anderen Kinder Ihres Vaters (§§1925 Abs. 1 und 3, 1931 Abs. 1 und 3, 1371 Abs. 1 BGB). Ihre Halbgeschwister bzw. deren Abkömmlinge treten also nur an die Stelle des Elternteils, mit dem sie auch verwandt sind, Ihre Vollgeschwister treten an Stelle beider Elternteile. Die Kinder des mit Ihnen nicht verwandten Stiefelternteils, die beiden Stiefgeschwister, sind ebenso wie der Stiefelternteil nicht erbberechtigt.

3. Im Todesfall nach einer Scheidung gilt:

Sie erben beim Ableben Ihrer Frau nichts. Den Nachlass Ihrer Frau teilen sich die Eltern Ihrer Frau zu gleichen Teilen.

Ihre Frau erbt bei Ihrem Ableben ebenfalls nichts. Die eine Hälfte Ihres Nachlasses teilen sich die anderen Kinder Ihrer Mutter zu gleichen Teilen, die andere Hälfte teilen sich die anderen Kinder Ihres Vaters zu gleichen Teilen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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