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Nachlassauflösung


29.03.2006 14:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag !

Im Nov.2003 verstarb mein Bruder.Er lebte im gesetzlichen Güterstand mit seiner Ehefrau.
Im Febr.2006 erhielt ich vom Rechtsanwalt ein Schreiben,
wonach er mit der Wahrnehmung der Interessen meiner Schwägerin
in der Nachlasssache beauftragt ist.
Seit dem Tod meines Bruders besteht eine Erbgemeinschaft.
Meine noch lebenden zwei Geschwister haben beim Notar die Erbausschlagung veranlasst. (Trotz der gesetzlich verstrichenen
Frißt, oder?)

Meine im Jahr 1985 verstorbene Schwester hinterlies 4 Kinder.
Ihr Ehemann ist wieder verheiratet.

Mein verstorbener Bruder hinterlies neben seiner Witwe
eine noch weiter abzuzahlende Eigentumwohnung und möglicherweise
eine Geldanlage.

Was soll ich tuen? Ausschlagen o. Annehmen des Erbes Kann ich von meiner Schwägerin eine Nachlassaufstellung verlangen? (auch mögliche Schulden)


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Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für die Anfrage und möchte diese aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Bei der Beantwortung gehe ich davon aus, dass hier eine gesetzliche Erbfolge stattgefunden hat und kein Testament vorlag.

1)
Nach den gesetzlichen Regelungen erben Sie als gesetzlicher Erbe zweiter Ordnung, wenn Ihr Bruder keine Abkömmlinge hinterlassen hat und auch Ihre Eltern bereits verstorben sind.

Die Erbschaft geht auf den berufenen Erben unbeschadet des Rechts über, sie auszuschlagen.

Der Erbe kann die Erbschaft nicht mehr ausschlagen, wenn er sie angenommen hat oder wenn die für die Ausschlagung vorgeschriebene Frist verstrichen ist.
Nach den gesetzlichen Regelungen kann die Ausschlagung nur binne 6 Wochen erfolgen.

Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und Grund der Berufung (d.h. wenn der Erbe weiß, weshalb die Erbschaft ihm angefallen ist und ob sie ihm als gesetzlicher oder gewillkürter Erbe angefallen ist) Kenntnis erlangt.
Da der Erbfall bereits November 2003 eingetreten ist, ist hier davon auszugehen dass die Ausschlagungsfrist eigentlich verstrichen ist und Sie somit Erbe geworden sind.
Etwas anderes ergibt sich, wenn Sie von Anfall und Grund der Berufung keine Kenntnis hatten, dann hat die Ausschlagungsfrist erst ab Kenntniserlangung begonnen.

Eine Annahme kann nur unter engen Vorraussetzungen angefochten werden.

Ob Ihre Geschwister die Erbschaft rechtzeitig ausgeschlagen haben, kann aufgrund fehlender Zeitangaben nicht beantwortet werden. Wie gesagt, es gilt die 6 Wochenfrist.

2)
Mit dem Tod einer Person geht deren Vermögen als Ganzes auf ein oder mehrere Personen über, d.h. auf Erbengemeinschaft. Somit sind auch Sie Teil der Erbengemeinschaft, da eine Ausschlagung nicht stattgefunden hat.

Als Miterbe haben Sie natürlich ein Recht Einsicht in die Vermögensverhältnisse zu nehmen und können jederzeit die Auseinandersetzung, d.h. Aufhebung der Gemeinschaft verlangen.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen einer Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin
Sylvia Vetter
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