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Nachlassangelegenheit - nach 1 1/2 Jahren noch keine Erfüllung des Vermächtnis

| 25.10.2017 19:48 |
Preis: 70,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich brauche ihren Rat in der folgenden Nachlassangelegenheit:

Meine Tante ist am 16.4.2016 verstorben. Laut Testament ist mein Bruder der Alleinerbe. Mein Cousin und ich wir haben beide je 1/2 Geldvermögen vermacht bekommen. Die Einzelheiten zum Vermögen wurden nicht erwähnt.

Ich habe versucht von meinem Bruder näheres zum Vermögen zu erfahren. Es sollen ca. 20000 Euro auf einem Girokonto sein und ca. 200000 Euro in einem Aktiendepot liegen. Der im Haus befindlichen Tresor und sonstiges Vermögen wird nicht erwähnt. Von meinen verstobenen Eltern ist mir erzählt worden, dass meine Tante auch Geld in der Schweiz liegen hat. Dies war im Mai 2016.

Dann am 10.8.2016 hat mich ein Vermögensverwalter angeschrieben und in seinem Schreiben angezeigt dass er beauftragt wurde meinen Bruder zu vertreten. Er schreibt weiter, er wird nach Erhalt der angeforderten Auskünfte unaufgefordert auf die Angelegenheit zurückkommen.

In einem Telefonat mit meinem Bruder wird mir erzählt der Vermögensverwalter wird euch in Rechnung gestellt. Auskunft bekommen wir nur noch vom Vermögensverwalter.

Am 28.1.2017 habe ich meinen Bruder angeschrieben (per Einwurfeinschreiben) und in dem Schreiben erklärt dass ich das Vermächtnis annehme. Ich habe in einem Forum gelesen dass man das Vermächtnis einfordern muss. Außerdem habe ich um detaillierte Auskunft zum Vermögen gebeten und ihn aufgefordert mir innerhalb einer 4 Wochenfrist zu antworten bzw. mir den als Vermächtnis ausgesetzten Betrag zu übertagen. Ich habe ihn gebeten mein Schreiben auch an den Vermögensverwalter weiter zu leiten. Nichts ist passiert.

Am 17.3.2017 habe ich eine E-Mail von meinem Bruder bekommen in der er uns fragt, wie wir das Vermögen übertragen haben wollen da der Vermögensverwalter nicht reagiert. Das Girokonto beläuft sich auf ca. 20000 Euro, das Aktiendepot auf 90861 Euro. Vom Tresorinhalt wird nichts erwähnt. Kein Bestandsverzeichnis wie gefordert. Die Antwort auf Auskunft Erteilung ist, wende dich an den Vermögensverwalter. Mein Cousin hat meinem Bruder geraten wir sollten auf die Antwort des Vermögensverwalters warten. Denke ich auch.

Am 12.4.2017 und am 3.5.2017 bekomme ich eine E-Mail von meinem Bruder weitergeleitet, in der der Vermögensverwalter schreibt er hat noch keine Unterlagen von den Banken, bzw. er bittet meinen Bruder die erforderlichen Unterlagen für die Banken bereitzustellen

Am 29.9.17 hat mich das Finanzamt angeschrieben und mich aufgefordert Erbschaftssteuer zu zahlen. Nach dem Erbschaftssteuerbescheid schuldet mir mein Bruder 102524,00 Euro. Ich habe Einspruch erhoben da ich noch keine Vermögensaufstellung bekommen habe bzw. mir noch nichts überwiesen worden ist.

Wie kann man hier weiter vorgehen? Soll ich weiter warten oder auf die Erfüllung des Vermächtnis klagen? Soviel Zeit bleibt ja auch nicht da die Verjährungszeit 3 Jahre ist.

Was mache ich mit meinem Einspruch gegenüber dem Finanzamt? Zurückziehen? Trotz Einspruch müssen die eingeforderten Beträge bezahlt werden so das Finanzamt. Mein Einspruch ist nach der Meinung des Finanzamtes unbegründet.

Kann mir der Vermögensverwalter in Rechnung gestellt werden? Eigentlich brauchte mein Bruder nur die Kontoauszügen vorlegen und mir meinen ½ Vermögensanteil überweisen.

Vielen Dank im Voraus.


25.10.2017 | 21:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Ihr Vermächtnisanspruch verjährt mit Ablauf des 31.12.2019. Sie sollten Ihren Bruder nochmals schriftlich unter Fristsetzung per Einwurf-Einschreiben mahnen, zur Vorlage eines Bestandsverzeichnisses auffordern und darauf hinweisen, daß Sie auch Auskunft über den Inhalt des Tresors und etwiges sonstiges Vermögen verlangen. Auf den Vermögensverwalter sollten Sie sich nicht verweisen lassen: verantwortlich ist Ihr Bruder. In dem Schreiben sollten Sie für den Fall, daß die Auskunft nicht umfassend und zutreffend erteilt wird, Klage androhen.

2. Den Einspruch sollten Sie nicht zurücknehmen, sonst würde der Bescheid bestandskräftig. Wenn das Vermächtnis tatsächlich im Zeitpunkt des Todesfalls weniger als 102.524,00 € wert war, fällt auch die von Ihnen zu zahlende Erbschaftsteuer geringer aus. Zunächst müssen Sie den verlangten Betrag allerdings tatsächlich an das Finanzamt zahlen. Sie sollten von Ihrem Bruder einen Abschlag in Höhe der Erbschaftsteuer verlangen.

3. Den Vermögensverwalter müßten Sie nur bezahlen, wenn die Vermögensverhältnisse des Nachlasses derart komplex sind, daß diese zumutbar nur mit fachkundiger Hilfe abgewickelt werden können. Das ist nach Ihren Angaben nicht der Fall.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt



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