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Nachlass zu gering für Vermächtnis?


28.11.2007 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor kurzem verstarb nach einer Demenzerkrankung meine verwitwete Großmutter, die mich in ihrem Testament als alleinigen Erben eingesetzt hat. Aufgrund einer Überwerfung mit meinem Vater wurde dieser nicht bedacht. Sowohl ich wie auch mein Vater haben keine Geschwister.

Im dem Testament vom Dezember 2005 gibt meine Großmutter den Wert des Nachlasses nach Abzug der Verbindlichkeiten mit 30.000 Euro an und setzt ein Vermächtnis für eine Bekannte in Höhe von 10.000 Euro aus.

Nach dem Todesfall beläuft sich das Bankguthaben auf 10.000 Euro, weitere Wertgegenstände sind nicht vorhanden. Als weitere Verbindlichkeiten laufen weitere Beerdigungskosten in Höhe von rund 2.600 Euro auf. Das Pflegeheim stellt eine Schlußrechnung in Höhe von 600,-- Euro. Der Wohnungseigentümer der Wohnung meiner Großmutter fordert 3.100 Euro Rückbau- und Sanierungskosten, da hier ohne seine Genehmigung behindertengerechte Umbauten vorgenommen wurden, Altmöbel entsorgt werden mußten, Fliesen kaputt sind und sich Schimmelflecken im Wohnbereich befinden, die zugegebenermaßen definitiv auf falsches Lüften und Heizen zurückzuführen sind. Dazu fordert mein Vater seinen Pflichtteil in Höhe von 50%, und die Vermächtnisnehmerin hätte gerne ihre 10.000 Euro.

Dazu kommt, dass die Vermächtnisnehmerin in der Vergangenheit von meiner Großmutter mit "Bankangelegenheiten" betraut wurde, da diese keinen Überblick mehr über ihre finanzielle Situation hatte, übrigens ein Grund für die Überwerfung mit meinem Vater. Auch andere Wertgegenstände wie Schmuck oder Pelzmäntel sind verschwunden.

In welcher Reihenfolge müssen welche Forderungen in welcher Höhe beglichen werden?

28.11.2007 | 13:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Ihr Vater kann 50% des Nachlasses verlangen. Die Höhe des Pflichtteils berechnet sich nach dem bereinigten Nachlass. Das bedeutet, dass Sie den Aktivnachlass abzüglich der Verbindlichkeiten berechnen müssen. Zu den Verbindlichkeiten zählen z.B. auch die Zahlungen für die Beerdigung sowie die Forderung des Vermieters und des Pflegeheims. NICHT dazu zählt der Vermächtnisanspruch. Nach Abzug der von Ihnen benannten Zahlen verbleiben EUR 3700,00, wovon Ihr Vater die Hälfte erhalten wird.
2. Die Vermächtnisnehmerin kann von Ihnen das Vermächtnis einfordern. Sie müssten nun eine Aufstellung des Nachlasses erstellen, um nachzuweisen, dass der Nachlass geringer ausfällt und um Ihre Haftung als Erbe zu beschränken! Im Zweifel beträgt das Vermächtnis dann die Höhe, die vom Nachlass nach Begleichung der Schulden und des Pflichtteils noch vorhanden ist. Sie sollten jedoch von der Vermächtnisnehmerin (VM) Auskunft über den Verbleib der Wertgegenstände verlangen und auch die Bankunterlagen einsehen und Auskunft verlangen, wo die Zahlungen hingegangen sind. Wenn die VM sich sozusagen bereits bedient hat, können Sie das in einem Verfahren gegen sie anführen und so eine weitere Auszahlung vermeiden.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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80333 München

TEL: (089) 45 75 89 50
FAX: (089) 45 75 89 51

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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