Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachlass: Wie wird der Pflichtteil für eine Immobilie berechnet?

| 07.05.2009 10:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Mutter ist verstorben.
Mein Vater ist Alleinerbe per Testament.
Die zwei Kinder sind auf Ihren Pflichtteil gesetzt.

Zum Nachlass gehört ein Mietshaus.
Das Haus hat einen Wert von 100.000.- Euro (unstrittig) und gehörte zuletzt meinem Vater und meiner Mutter je zur Hälfte.

Jetzt der Knackpunkt für mich:

Meine Mutter hat das Haus ca. 1980 von Ihrer Mutter geerbt und war bis ca. 1990 Alleineigentümerin des Hauses.
Sie hat dann 1990 meinem Vater die Hälfte überschrieben. Es gab also eine Schenkung vor ca. 20 Jahren.

Meine Frage: Spielt es für die Berechnung meines Pflichtteiles eine Rolle dass meine Mutter ursprünglich (bis ca. 1990) Alleineigentümerin war?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben u.U. einen Pflichtteilsergänzungssanspruch gem. § 2325 BGB gegen Ihre Vater. Ich gehe davon aus, dass die Übertragung im Wege der Schenkung erfolgt ist. Entscheidend ist dann, ob Ihre Eltern zu diesem Zeitpunkt verheiratet waren und ob bzw. wann die Ehe ggf. vor dem Tod der Mutter geendet hat.

§ 2325 Abs. 3, 1. HS. BGB lässt eine Schenkung unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind. Dies ist nach überwiegender (aber streitiger) Rechtsauffassung der Fall, wenn Ihre Eltern 1990 noch nicht verheiratet gewesen wären.

§ 2353 Abs. 3, 2. HS BGB enthält aber eine Sonderregel für Ehegatten: ist die Schenkung an den Ehegatten des Erblassers erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe.

Ist Auflösungsgrund der Tod des Erblassers sind folglich alle von ihm bis dahin während der gesamten Ehe an seinen Ehegatten gemachten Schenkungen ergänzungspflichtig.

Sofern es auf eine genaue Berechnung der Frist oder eine Prüfung der weiteren Voraussetzungen ankommen sollte, empfehle ich Ihnen eine zusätzliche anwaltliche Beratung und ggfls. anwaltliche Vertretung. Ich stehe Ihnen dazu unter den angegebenen Kotaktdaten gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.05.2009 | 10:58

Meine Eltern waren seit 1963 verheiratet bis zum Tod meiner Mutter.


Ich verstehe Ihre Anwort dann so:

Die Frist von 10 Jahren hat nie begonnen da meine Eltern stets verheiratet waren.

Gilt meine Mutter dann als Alleineigentümerin für den Pfichtteil?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.05.2009 | 15:28

In diesem Fall können Sie nach Ihrer Schilderung den Betrag zusätzlich zum Pflichtteil verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der übetragene Hausanteil dem Nachlass hinzugerechnet wird. Rechnerisch ergibt dies gesamt den Betrag, als ob die Mutter Alleineigentümerin gewesen wäre. Die Zehn-Jahres-Frist lief während der Ehe Ihrer Eltern nicht.

Mit freundlichem Gruß

Bewertung des Fragestellers 09.05.2009 | 07:03

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 09.05.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69556 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Also mir hat es sehr geholfen, auch wenn man die Antworten und die Umsetzung erst durchführen muss. Aber alles in allem war es sehr gut um einen Überblick zu bekommen. Sicherlich wird es noch mehr fragen geben, aber das muss ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist ausreichend.Ich bedanke mich dafür. Mit freundlichen Grüßen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort war OK, ich hatte noch eine Zusatzfrage: wenn sich Verein auflöst, kann der Vorstand als Liquidator fungieren? mfg PH ...
FRAGESTELLER