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Nachlass Vereinbarung/Testament


09.09.2007 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Nach dem Tod meiner Mutter Anfang August diesen Jahres war auch nach eingehender Suche im Elternhaus kein Testament aufzufinden. Deshalb kamen meine 5 Brüder und ich (die Schwester) zusammen, um zu klären, wie wir in dieser Angelegenheit weiter vorgehen sollten. In einem ersten Treffen am 24. August hatten wir nach langem Hin und her mündlich vereinbart, dass das Haus verkauft und der Erlös sowie das Barvermögen durch 6 geteilt werden sollte. Um die ganze Diskussion nicht immer wieder von vorne zu beginnen, hatte einer unserer Brüder zu einem zweiten Treffen am 31. August eine Nachlass-Vereinbarung in 6-facher Ausfertigung vorbereitet. Darin wurde festgelegt, dass nach Anhörung aller Beteiligten man mehrheitlich zu der Vereinbarung kam, dass das gesamte Vermögen zu gleichen Teilen auf alle 6 Geschwister aufgeteilt werden sollte. Diese Vereinbarung wurde dann von allen Geschwistern unterschrieben und jedem wurde ein unterschriebenes Exemplar ausgehändigt. Am 05. September tauchte dann aber ein handgeschriebenes Testament auf, in dem stand, dass einer meiner Brüder alles erben und er an seine Geschwister nur das Pflichtteil ausbezahlen solle.

Die Frage die sich uns jetzt stellt ist folgende: Hat das Testament noch Gültigkeit, obwohl wir zuvor alle diese Nachlass-Vereinbarung unterschrieben hatten? Und falls ja, tritt dann die Pflichtteil Regelung in Kraft: 3/4 des Vermögens geht an unseren Bruder und je 1/20 an seine Geschwister?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

dass Testament hat grundsätzlich natürlich auch weiterhin Gültigkeit. Selbst wenn eine anderweitige Vereinbarung getroffen sein sollte, wäre diese anfechtbar.

Vorliegend braucht der Bruder diese "Erben"- Vereinbarung aber wohl nicht einmal anfechten, da die anderen aufgrund des Testaments niemals Erben waren.

Das Ergebnis ist aber in jedem Fall das selbe. Der im Testament benannte Alleinerbe erbt alles und die übrigen erhalten den Pflichtteil. Dieser ist die hälfte des gesetzlichen Erbes.

Das gesetzliche Erbe hätte bei 6 Erben (so habe ich Sie verstanden) für jeden 1/6 betragen. Damit beträgt der Pflichteil für jeden 1/12.

Sie könnten allerdings, sofern Ihnen eine Kopie des Testaments zur Verfügung steht, dieses auf seine Gültigkeit überprüfen lassen. Sofern Sie dies wünschen, wäre ich gerne bereit dies für Sie zu erledigen. Sie können mit mir diesbezüglich, falls Interesse besteht, telefonisch oder per e-mail in Kontakt treten.

Bis dahin verbleibe ich,

mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.09.2007 | 14:29

Sehr geehrter Hr. Keller,

es sind mit Sicherheit noch viel mehr Fragen offen, als die beiden, die ich noch gerne an Sie richten möchte. Was mich noch interessieren würde ist, was alles in das gesetzliche Erbe einfliesst: Haus, Grundstück, Barvermögen etc. und wann - nachdem das Testament letzte Woche beim Notar hinterlegt wurde - mit einer Testamentseröffnung zu rechnen ist? Wegen Ihres Angebots, das Testament auf Gültigkeit zu überprüfen, hatte ich heute schon versucht Sie telefonisch zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2007 | 12:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

zu der Erbmasse gehören alle Vermögenwerte des Erblasser, also einfach ausgedrückt alles was ihm gehörte, egal ob Grundeigentum (Haus), Giro- und Sparkonten oder Sachwerte wie Wohnungseinrichtung, Auto, etc.

Wann das Testament eröffnet wird kann man pauschal nicht sagen, die sollte i.d.R. kurzfristig erfolgen. Es kann aber manchmal etwas dauern, alle (möglichen) Erben und Beteiligten zu ermitteln. Es gibt diesbezüglich keine vorgeschriebene Frist.

Sofern Sie noch eine Prüfung des Testaments vornehmen lassen wollen, können Sie mich gerne morgen Vormittag zwischen 9.00 - 12.00 Uhr unter der oben angegeben Telefonnummer anrufen. Dann werden Sie mich in jedem Fall auch erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller

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