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Nachlass Angelegenheit

| 16.06.2018 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Guten Tag,
Meine Mutter ist am 10.5.2018 verstorben, mein Vater bereits 1983
beide haben sich gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt,nach dem Letztversterbenden sind 3 eheliche Kinder die Erben.
In den Monaten vor dem Tod der Mutter hat eine Schwester die alleinige Vollmacht zur Regelung der Angelegenheiten meiner Mutter innegehabt.
Nunmehr hat diese Schwester einen R A mit der Nachlassregelung betraut.
Meine Schwester ist nicht bereit mir den Inhalt des Mandates mitzuteilen
und der R A hat dazu keine Ermächtigung..
Wie sollen meine andere Schwester und ich vorgehen,um Auskunft über den Nachlass zu erhalten bzw.wie müssen wir uns als Miterben zu erkennen geben ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Zunächst möchte Ich Ihnen mein Beileid für Ihren Verlust aussprechen.

Sie bilden mit ihren beiden Schwestern eine Erbengemeinschaft. Als Mitglied der Erbengemeinschaft haben sie gegenüber jedem der Sorge in finanziellen Dingen getragen hat einen Auskunftsanspruch. Das heißt Sie und Ihre Schwester können jederzeit von Ihrer Schwester Offenlegung der Unterlagen verlangen, die während ihrer Bevollmächtigung angefallen sind. Weigert sich Ihre Schwester diese Auskunft zu erteilen, rate ich dringend dazu, dass Sie sich anwaltliche Unterstützung suchen. Sie werden dann nämlich gerichtlich vorgehen müssen. Übersteigt der Streitwert 5.000€ herrscht ohnehin Anwaltszwang, Sie müssen sich also vertreten lassen.

Sie sollten zunächst beim zuständigen Nachlassgericht Ihre Erbenstellung bekannt machen. Nachlassgericht ist das örtlich zuständige Amtsgericht. Örtlich zuständig ist das Gericht wo Ihre Mutter Ihren letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. (Auf Zustaendiges-gericht.de einfach PLZ eingeben).
Dann kann Ihre Schwester auf keinen Fall mehr alleine über den Nachlass verfügen. Außerdem sollten Sie gegenüber dem Rechtsanwalt Ihrer Schwester mitteilen, dass Sie als Abkömmlinge der Erblasserin Erben geworden sind und vorsorglich allen Nachlasstätigkeiten wiedersprechen die nicht mit Ihnen abgestimmt wurden. Der Rechtsanwalt kann nämlich keinen Nachlass regeln wenn seine Mandatierung von einem nicht allein Berechtigten erfolgt ist.

Ohne Erbschein, der Ihre Schwester als Alleinerbin ausweist, sind Ihr die Hände gebunden was alle weiteren Tätigkeiten angeht. Sie sollten vorsorglich (falls eine postmortale Vollmacht besteht) diese Gegenüber allen Banken und auch gegenüber Ihrer Schwester widerrufen. (In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen nochmals ans Herz legen sich anwaltlich beraten zu lassen, diese Plattform kann nur eine Ersteinschätzung geben und keine anwaltliche Beratung ersetzen.)

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2018 | 17:16

Sehr geehrter Herr RA Krueckemeyer,
Vielen Dank für die kompetente und ausführliche Antwort.meine Eltern hatten gemeinsam notariell beglaubigt testiert,das Sie sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzen.Erben des Überlebenden sollen unsere 3 Kinder sein(wörtliche Formulierung)Meine verstorbene Mutter
Hat ein eigenes Testament aufgesetzt im Glauben,das Sie das kann.
Dieses neue Testament hat doch keine Gültigkeit -oder?
Vielen Dank schon jetzt und ich werde Ihre Ratschläge befolgen.Alles Gute für Sie

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2018 | 17:36

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Das von Ihrer Mutter errichtete Testament ist ungültig. Eine Ausnahme kann gelten wenn im Testament Ihrer Eltern eine ausdrückliche Befreiung von der Bindungswirkung des Berliner Testaments vereinbart wurde. Das muss aber ausdrücklich im Testament enthalten sein. Auch von dem existierenden Berliner Testament sollten Sie den Anwalt Ihrer Schwester umgehend in Kenntnis setzen.

Sollten Sie weitere Nachfragen haben, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.06.2018 | 18:44

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