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Nachlass, Testament

04.08.2010 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor ca 7 Wochen verstarb mein Vater. Ich bin der einzige gesetzliche Erbe, da keine weiteren Kinder oder Ehepartner, Geschwister etc. vorhanden sind. Ich hatte die letzten 25 jahre so gut wie keinen Kontakt zu meinem Vater. Dennoch sah ich mich in der Verantwortung nach seinem Tod zu handeln.
Ich besorgte mir also von einem Freund meines Vaters einen Wohnungsschlüssel zu dessen Mietwohnung. Zunächst sichtete ich alle Dokumente und Papiere. Ich kündigte alle Versicherungen ( Mobilfunk, Haftpflicht, Hausrat, Energieversorger etc.) Ebenfalls kündigte ich die Mietwohnung. Ich bin ja davon ausgegenagen, das ich der einzige Erbe bin und somit auch verantwortlich für diese Angelegenheiten. Ein Testament oder ein Hinterlegungsschein für ein testament lag nicht vor. Er lebte allein und bekam seit einige jahren eine kleine Rente. Besondere vermögenswerte gab es in der Wohnung nicht. Keinerlei Bargeld, Schmuck , Wertpapiere etc. Sein Bankguthaben beläuft sich auf ein Sparbuch über 5000,00 Euro sowie ein Girokonto über ca 1000,00 Euro.Lebensversicherungen sind nicht vorhanden.
Ich löste somit die Wohnung auf und fand auch zum 01.08.2010 einen Nachmieter. Seine Kleidung spendete ich für die Altkleidersammlung. Auch Möbel etc. wurden entsorgt, da es sich um größtenteils "abgenutzte" und ältere Möbel handelte die keinerlei Vermögenswert mehr darstellten.
Die Bestattugskosten belaufen sich auf ca. 6000,00 Euro so dass am Ende keinerlei Vermögen übrig sein wird, ich aber auch nicht draufzahlen muss.
Ich habe dies alles so schnell als möglich geregelt, da ich auch örtlich ca. 500km entfernt wohne und nicht permanent pendeln kann, um mich um die Nachlassangelegenheiten zu kümmern.
Nun kam vor einigen tagen ein Brief vom Amtsgericht.
Dort befinden sich Verfügungen von Todes wegen die eröffnet werden müssen. das Aktenzeichen ist aus dem Jahre 1983. Ich werde in diesem Schreiben gebeten den Wert des reinen Nachlasses anzugeben. Da mein Vater meines Wissens nach keine Verbindlichkeiten und auch keine außergewöhnlichen Vermögenswerte( Haus,Grundstück,Wertpapiere,Lebensversicherungen etc.) hatte, gab ich dies auch so an. Lediglich das o.g. Bankguthaben und die Nachlasskosten ( Bestattung) konte ich konkret bezeichnen.
Habe ich rechtens gehandelt indem ich bereits sämtliche Versicherungen,Verträge, Wohnung etc. gekündigt bzw. aufgelöst habe? Möglicherweise taucht nun 7 Wochen später doch noch ein Testament auf, in dem ggf. eine andere Person als Erbe eingesetzt ist. Was passiert, wenn diese Person Ansprüche gegen mich geltend macht wie z.b. aus den Möbeln etc. der Mietwohnung. Diese gegenstände sind ja nun bereits entsorgt worden. Hätte ich nichts tun sollen? Ich habe das Schreiben vom Amtsgericht noch nicht zurückgeschickt da ich mir zunächst ihren rechtlichen Rat anhören möchte.
Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Wenn nicht Sie sondern ein anderer Erbe wäre, so hätten sie unberechtigt gehandelt und müssten grundsätzlich Schadensersatz leisten.

Aber:
Nach Ihrer Schilderung ist kein Schaden entstanden, denn auch ein etwaiger anderer Erbe hätte nicht anders handeln können. Sie haben durch die Kündigung und Räumung der Wohnung im Gegenteil sogar den "Schaden" vermindert, ebenso hinsichtlich der gekündigten Versicherungen und Verträge.

Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, Ansprüche gegen Sie sind wohl nur theoretischer Natur.

Dem Amtsgericht sollten Sie wahrheitsgemäße Auskünfte erteilen.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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