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Nachhilfe als freie Mitarbeiterin zus. zur Rente wg. voller Erwerbsminderung


24.01.2007 14:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um folgende Auskunft.

Angaben zur mir:

- ich beziehe unbefristet Rente wegen voller Erwerbsminderung
- gemeinsame steuerliche Veranlagung mit Ehemann
- eigenständig KV-pflichtversichert (und nicht über Ehemann)


Folgender Sachverhalt:

Ich habe die Möglichkeit, als freie Mitarbeiterin auf Selbständigenbasis in einem Nachhilfeinstitut als Nachhilfelehrerin zu arbeiten und möchte dies im Rahmen der 350 € -Hinzuverdienstgrenze (ohne dass es zur Kürzung der Rente komnmt) nutzen. Es wird kein Arbeitsvertrag, sondern ein "Vertrag über freie Mitarbeit" geschlossen mit monatlicher Überweisung des Brutto-Betrags.

Dazu nun folgende Fragen:

- Wie muss ich meine Rente und das zusätzliche Einkommen
versteuern (bei gemeinsamer Veranlagung mit Ehemann)?
Könnte hier der Freibetrag nach § 3 Nr./ Abs. 26 EStG oder
ein anderer Grundfreibetrag zur Anwendung kommen?

- Welche Sozialabgaben in welcher Höhe fallen nun an? Werden
hier Rente und Hinzuverdienst getrennt berücksichtigt?

- Gibt es diesbezüglich Grundlegendes, was ich als freie
Mitarbeiterin auf Selbständigenbasis sonst noch beachten
sollte / müsste?

Herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Einkünfte aus der Nachhilfetätigkeit wären als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit zu versteuern (Anlage GSE zur Einkommensteuererklärung). Hinsichtlich der Versteuerung der Rente ändert sich durch die Aufnahme dieser Tätigkeit nichts, diese ist nach wie vor bei Ihrer ESt-Erklärung in der Anlage R zu erklären.

Sozialabgaben fallen für ein freiwilliges Beschäftigungsverhältnis zunächst nicht an, allerdings kann Ihre Krankenkasse aus dem Gewinn einen Zusatzbeitrag in Höhe des für diese geltenden Beitragssatzes verlangen.

Hinsichtlich der Tätigkeit bei dem Nachhilfeinstitut stellt sich allerdings die Frage, ob hier wirklich eine selbständige Tätigkeit vorliegt oder aber - je nach Ausgestaltung des Vertrages und seiner tatsächlichen Durchführung - nicht durch ein Arbeitsverhältnis. Dieses wäre dann durch den Arbeitgeber als geringfügiges Beschäftigungsverhältnis anzumelden und hierauf Pauschalabgaben (Steuern und Sozialversicherung) in Höhe von insgesamt 30% abzuführen.

Den von Ihnen angesprochenen Freibetrag des § 3 Nr. 26 EStG, die sogenannte Übungsleiterpauschale, können Sie nicht in Ansatz bringen, hierfür fehlt es bereits an der Voraussetzung der Tätigkeit für eine staatlichen oder gemeinnützige Körperschaft.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2007 | 10:20

Sehr geehrter Herr Meisen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Nachfrage hierzu:

ZU: "Sozialabgaben fallen für ein freiwilliges Beschäftigungsverhältnis zunächst nicht an, allerdings kann Ihre Krankenkasse aus dem Gewinn einen Zusatzbeitrag in Höhe des für diese geltenden Beitragssatzes verlangen."


1. Kann-Bestimmung? - Wenn ja, welche? Gibt es hierzu Richtlinien bzw. Gesetz oder muss / kann ich mit der Krankenkasse über die Höhe des Zusatzbeitrages verhandeln (Verhandlungsspielraum?) - d.h., welche anderenMöglichkeiten habe ich ?

2. Muss ich die Krankenkasse überhaufpt benachrichtigen ?

Meine Krankenkasse selbst gab mir bereits die Auskunft, daß ich für den Zusatzverdienst als freie Mitarbeiterin den vollen (AG- und AN-Anteil) bezahlen müsse (!), also ca. 16,5 % .

Danke vorab für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 08.02.2007 | 13:53

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
es handelt sich nicht um eine "Kann"-Bestimmung. Bei einer freiwilligen Versicherung, wie sie bei Ihnen vorliegt, berechnet die Krankenkasse diese "Zusatz"-beiträge in jedem Fall.

2.
Ja. Sie müssen es angeben.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
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