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Nachgewiesene Vaterschaft einem anderen angehängt.


02.08.2006 04:51 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Guten Tag,
ein Bekannter erzählte mir letztens, daß er vor knapp 20 Jahren einen "One-Night-Stand" mit einer Freundin hatte, die zu diesem Zeitpunkt noch eine feste Beziehung mit einem anderem Mann hatte. Die Frau wurde schwanger,die feste Beziehung ging in die Brüche und als das Kind geboren war, machten die Frau und mein Bekannter einen Vaterschaftstest und der war positiv. Da mein Bekannter aber noch in der Ausbildung war und kaum was verdiente, entschlossen sich beide, dem anderen, besser verdienendem Mann das Kind anzuhängen, da das Kind so mehr Unterhalt bekommen würde. Sie handelten also mit der Absicht zu betrügen. Der andere hat die Vaterschaft ohne Zweifel anerkannt, da er von dem Ausrutscher seiner Ex nichts wußte. So ist der Sachverhalt meines Wissens bis heute.

Jetzt stellt sich mir die generelle Frage, ob das inzwischen verjährt ist, bzw. ob meinem Bekannten trotz der Anerkennung der Vaterschaft durch den Anderen noch etwas passieren kann. Und wenn ja, was könnte sein Betrug heute noch für Folgen für ihn haben? Könnte der andere das Geld von ihm zurückfordern, falls er doch noch dahinterkäme?

Ich würde mich freuen, wenn mir das jemand kurz und verständlich erläutern würde - es interessiert mich einfach persönlich, wie das in solchen Fällen ist. Muß nicht zu ausführlich sein :o)

Vielen Dank für die Mühe.

MfG

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Sehr geehrter Ratsuchender;

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf Grundlage Ihre Angaben wie folgt beantworten möchte:

Möglich wäre eine Anfechtung der Vaterschaft. Eine Anfechtung ist erfolgreich, wenn bewiesen wird, dass das Kind biologisch nicht von dem bisherigen Vater abstammt.

Der Anfechtende muss Gründe für Zweifel an der Vaterschaft haben. Er muss anhand konkreter Tatsachen darlegen können, weshalb er der Auffassung ist, dass die bestehende Vaterschaft nicht der biologischen Wahrheit entspricht. Die Äußerung einer vagen Vermutung ist nicht ausreichend.

Die Anfechtungsfrist beträgt nach § 1600b I BGB zwei Jahre und beginnt, wenn das Kind geboren ist, die Vaterschaft begründet ist und der Anfechtende Kenntnis von den Umständen hat, die gegen die Übereinstimmung der Vaterschaft mit der biologischen Abstammung sprechen. Verdachtsgründe sind z. Bsp. konkrete Anhaltspunkte für anderweitigen Verkehr der Mutter oder kein Verkehr der Eltern in der gesetzlichen Empfängniszeit. Eine Anfechtung wäre also theoretisch immer noch möglich, wenn der juristische Vater jetzt Kenntnis von Umständen erhält, die gegen seine Vaterschaft sprechen.


Wenn die Vaterschaft erfolgreich angefochten wurde, steht dem Scheinvater ein Regressanspruch hinsichtlich der Unterhaltsleistungen an das Kind gegen den leiblichen Vater zu gemäß § 1607 Abs. 3 Satz 2 BGB. Der Anspruch besteht, soweit Unterhalt als Vater geleistet worden ist. Unterhaltsleistungen, die dem Kind in Form von Wohnraum und Betreuungsleistungen gewährt wurden, sind in Geld zu schätzen.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.
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