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Nachfrage zu Erbfreibetrag im Ausland

| 16.04.2017 07:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Bitte z. hd. Herrn Alexander Nadiraschwili, LL.M.

Da ich bereits eine Nachfrage gestellt habe, habe ich eine neue Frage aufgemacht zur weiteren Klaerung. Bitte Fall Erbfreibetrag im Ausland aufrufen.

Sie hatten mir geschrieben, das keine steuerpflicht und keine Steuern von den Erben zu zahlen waeren, wenn ich mehr als 5 Jahr im Ausland leben wuerde.

Nun habe ich aber folgendes gefunden:

Wenn weder Erblasser noch Erwerber Steuer-Inländer sind, so besteht eine so genannte beschränkte Erbschaftsteuerpflicht, die sich ausschließlich auf das in Deutschland vorhandene Vermögen im Nachlass bezieht.

Ware denn dann meine Ehefrau und Tochter dann nicht beschraenkt steuerpflichtig und muessten auf das § 121 BewG Vermoegen steuern zahlen?

Im § 121 steht Grundvermoegen. Bezieht sich dies auf Grundstuecke/Gebauede ausschliesslich von Betrieben oder auf saemtliche Immobilien/Grundstuecke (normale Wohnungen/Haueser in Privatbesitz)?

Vielen Dank


Einsatz editiert am 16.04.2017 10:35:42

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

In diesem Fall, d.h. wenn Vermögen i. S. d. § 121 BewG vorliegt, wozu z.B. auch Immobilien (normales Wohnhaus/Grundstück) gehören, würden Ihre Frau und Tochter in der Tat Erbschaftsteuer in Deutschland zu entrichten haben und würden als beschränkt Steuerpflichtiges nur einen Freibetrag i.H.v. 2.000 Euro haben. Es wäre hier zu prüfen in wie Fern das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Thailand erbrechtliche Begünstigungen enthält.

Die anderen Freibeträge gelten nur für unbeschränkt Steuerpflichtige, wenn in Deutschland Erbschaftsteuer anfällt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2017 | 19:07

Sehr geehrter Herr Nadiraschwilli,

dann war ihre erste Rechtsberatung an mich falsch. Sie haetten dies mir schon bei der ersten Beratung von Ihnen mitteilen muessen das wenn bestimmtes Vermoegen vorahanden ist, die beschraenkte steuerpflicht gilt. Somit war eine Frage umsonst gestellt.

Nur um sicher zu gehen betreffs dem Freibetrag von 2000 EUR. Da gibts ein Urteil vom 28.07.2014 AZ 11 K 3629 / 13 von einer Schweizerin (Drittland) die das Finanzamt Deutschland verklagt hatte und den Freibetrag von 500000 bekommen hatte, obwohl sie beschraenkt steuerpflichtig war. Das Urteil nam Bezug auf ein Urteil von EuGH ... .

Sind sie sicher das die 2000 EUR Freibetrag gelten oder koennte das Urteil nicht auch beim mir angewandt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2017 | 19:24

Dieses Urteil ist bekannt, es ist allerdings noch nicht rechtskräftig, daher ist aktuell noch von dem verminderten Freibetrag für beschränkt Steuerpflichtige auszugehen. Aktuell liegt der Fall beim Bundesfinanzhof (BFH - II R 53/14) und der Verhandlungstermin ist für den 10.05.2017 vorgesehen - hier wäre abzuwarten wie das Verfahren ausgeht.

Gerne können Sie mich direkt per Mail kontaktieren um bzgl. des Missverständnises bei der ersten Frage eine Erstattung zu erhalten. Leider sind im Rahmen der Online Beratung nicht immer alle Nuancen eines Falls sofort erkennbar.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.04.2017 | 03:19

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