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Nachforderungen der Hausverwaltung an die WEG

| 30.04.2010 14:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Dies ist der Sachverhalt:
In einem Mehrparteienhaus, wird die Verwaltung von 2 Eigentümern durchgeführt.
Es erfolgt eine protokollierte WEG-Versammlung im ersten Quartal des Jahres zur Abrechnung der Hausnebenkosten des Vorjahres. Alle Abrechnungen sowie Buchungsberichte liegen in schriftlicher Form jedem Eigentümer vor.
Es sind niemals Einwände gegen diese Abrechnungen erhoben worden.
Mit der Abrechnung des Jahres 2009 ist im Rahmen einer Überprüfung durch die Verwaltung ein Fehler in der Abrechnung für das Jahr 2006 aufgetaucht, der Verschiebungen in den nachfolgenden Berechnungen zur Folge hat. Demzufolge müssten zwei Parteien Nachzahlungen leisten, 2 Parteien profitieren von dieser Verschiebung und müssten Rückzahlungen erhalten.

Meine Frage:
In welchem zeitlichen Umfang kann die Hausverwaltung an die Eigentümer herantreten, die Nachzahlungen zu leisten hätten.
Verjähren diese Nachforderungen innerhalb von 3 Jahren?




Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Regelverjährung beträgt, wie Sie richtig feststellen, nach § 195 BGB 3 Jahre.

Dies zugrundegelegt würde die Verjährung gem. § 199 BGB erst mit dem 31.12.2007 (ich setze voraus, dass die Rechnungslegung im Laufe des Jahres 2007 erfolgte und von der WEG beschlossen wurde) zu laufen beginnen

Eventuelle Zahlungs- und Rückforderungsansprüche sind dann mit dem 31.12.2010 verjährt.

Es gilt jedoch zu beachten:

Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan werden zwischen den Wohnungseigentümern wirksam durch einen Mehrheitsbeschluss.

Dieser Beschluss hat zur Folge, dass auch bei einer materiellen Unrichtigkeit der Jahresabrechnung der Beschluss weiter wirksam bleibt.

Der unrichtige Beschluss müsste dann durch die WEG durch einen neuen Mehrheitsbeschluss geändert werden.

Angesichts der Verjährung zum 31.12.2010 sollte dies noch in diesem Jahr erfolgen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.04.2010 | 15:22

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