Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachforderung von tituliertem Ehegattenunterhalt (3 mdj. Kinder)

| 03.06.2010 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Seit 17 Monaten geschieden. Es gibt drei Kinder im Alter von 3, 6 und 9 Jahren. Die Jüngste wurde im Dezember 2009 drei Jahre alt. Seit vielen Jahren erzielt die Exfrau ein Nebeneinkommen aus freiberuflicher Tätigkeit von 750 Euro netto monatlich (nach allen Abzügen, inkl. Babysitter zu 100%, usw.). Im Vergleich, der dem Unterhaltsbetrag im Scheidungsurteil zugrunde liegt, wurde ein Teil ihrer eigenen Einkünfte nicht berücksichtigt, wegen überobligatorischer Tätigkeit bei einem Kind unter drei Jahren. Nach Erreichen des dritten Geburtstags des jüngsten Kindes hat der Unterhaltspflichtige deshalb ab 1.1.2010 den Kindes- und den Ehegattenunterhalt neu berechnet. Der alte Zahlbetrag ist darin fast wieder erreicht, der Kindesunterhalt ist lt. Düsseldorfer Tabelle höher, der Ehegattenunterhalt aber um ca. 200 Euro geringer. Wider Erwarten hat die Exfrau diesem Vorschlag nicht zugestimmt, aber auch keine anderen Forderungen oder Nachforderungen gestellt. Misstrauisch will sie keinerlei Vereinbarung unterschreiben. Die Einkommensverhältnisse haben sich nicht verändert. Seit 1.1.2010 zahlt er den selbst errechneten Betrag.

Meine konkreten Fragen:
-Könnte sich die Exfrau nach 3 oder 5 Jahren oder sogar noch später auf das Urteil berufen und den Differenzbetrag zu dem titulierten Ehegattenunterhalt für all die Jahre nachfordern?
-Ab wann greift hier so etwas wie Verjährung oder Verwirkung?
-Spielt das rechtzeitige Einfordern seitens der Berechtigten eine Rolle?
-Wie lange könnte auch der Kindesunterhalt nachträglich erhöht (es sind titulierte, dynamische 110% der Tabelle) und die Differenz nachgefordert werden?

Ich denke und hoffe, es handelt sich um eindeutige und schnell zu beantwortende Expertenfragen, und setze deshalb 20 Euro ein. Vielen Dank für Ihre Antwort!

03.06.2010 | 18:00

Antwort

von


(407)
Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,
unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und dem von Ihnen angebotenen Einsatz, beantworte ich Ihre Frage wie folgt. Ich weise darauf hin, dass das HInzufügen bzw. Weglassen von Sachverhaltsbestandteilen zu einem völlig anderem Ergebnis führen kann.

Könnte sich die Exfrau nach 3 oder 5 Jahren oder sogar noch später auf das Urteil berufen und den Differenzbetrag zu dem titulierten Ehegattenunterhalt für all die Jahre nachfordern?

Die Vollstreckungsverjährung tritt gem. § 197 Abs. 2 BGB nach 3 Jahren ein, d.h. dass auch die titulierte Forderung, wird sie nicht bedient innerhalb von 3 Jahren verjährt. Allerdings kommt es bei der Zahlung der laufenden von Ihnen selbst berechneten Beträge auch darauf an, ob Sie ausreichend bestimmt sind. Sie sollten hier, wenn möglich, einzelene Überweisungen für jeden Kindesunterhaltsanspruch und den Ehegattenunterhalt vornehmen.

Andererseits rate ich Ihnen dringend an, die Abänderungsklage bezüglich des gerichtlichen Vergleichs zum Ehegattenunterhalt durch einen Fachanwalt prüfen zu lassen und ggf. dann auch Rechtssicherheit durch gerichtliche Abänderung zu erlangen. Allerdings hätte zur Herabsetzung des Ehegattenunterhalts bereits im geführten Gerichtsverfahren eine Regelung herbei geführt werden können.


-Wie lange könnte auch der Kindesunterhalt nachträglich erhöht (es sind titulierte, dynamische 110% der Tabelle) und die Differenz nachgefordert werden?

In diesem Fall ist die Vollstreckungsverjährung bis zur Volljährigkeit der Kinder gehemmt. Dementsprechend können die Differenzen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres aus der Urkunde vollstreckt werden.

Ich rate Ihnen nochmals dringend an, sich nicht auf das Experiment einzulassen, den Unterhalt selbständig herabzusetzen. Wenn eine einvernehmliche Regelung nicht machbar ist, sollten Sie sich unbedingt in anwaltliche Beratung begeben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 03.06.2010 | 18:28

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Die Antwort lässt keine (Rück-)Frage offen. Auch die Empfehlungen zum Umgang mit dem Problem kamen mir sehr entgegen. Besten Dank für die schnelle Bearbeitung!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Tobias Rösemeier »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.06.2010
5/5,0

Die Antwort lässt keine (Rück-)Frage offen. Auch die Empfehlungen zum Umgang mit dem Problem kamen mir sehr entgegen. Besten Dank für die schnelle Bearbeitung!


ANTWORT VON

(407)

Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Erbrecht